Reittiere & Geister-Begleiter

Elden Ring: Gameplay, Dungeons und Kämpfe gezeigt

Ein Monster aus dem Spiel Elden Ring.
Das Cover von Elden Ring.
Status: Beta
Release: 25.02.2022

In einem knapp zwanzig Minuten langen Livestream stellt Entwickler From Software neue Details zu den grundlegenden Mechaniken von Elden Ring vor.

FAKTEN

Elden Ring: Details zur Open World und Karte

Im Livestream wurden einige Passagen gezeigt, in denen die Spielfigur Kämpfe bestreitet, durch die Welt streift, Dungeons erkundet und Bosse bekämpft. Wie bereits bekannt, werdet ihr in eine frei erkundbare Open World eintauchen. Es scheint keine Quest-Marker oder andere Einblendungen zu geben, wie man sie etwa von Assassin’s Creed Valhalla oder Cyberpunk 2077 kennt. Bei der Orientierung hilft euch lediglich eine Karte, die ihr im Spielverlauf durch den Erwerb von Kartenfragmenten befüllt.

Ihr dürft Marker platzieren, um die Standorte von Crafting-Material oder gefährlichen Gegnern zu markieren und Leuchtfeuer setzen. Die erscheinen anschließend am Horizont und scheinen die einzigen visuellen Orientierungshilfen zu sein. Zudem soll es dynamisches Wetter und einen Tag-Nacht-Rhythmus geben.

Elden Ring: Dungeons mit alternativen Lösungswegen & Online-Multiplayer

In der Open World werdet ihr immer wieder auf Katakomben, Höhlen, Minen oder verlassene Ruinen stoßen. Die sind nahtlos in die Spielwelt integriert und halten besondere Schätze oder Bosse versteckt. Sie sollen komplex und vielschichtig sein. Im Livestream wurde am Beispiel des Dungeons „Stormveil Castle“ gezeigt, dass es alternative Lösungswege und Entscheidungen gibt.

Beispielsweise flüstert euch ein mysteriöser Fremder etwas über einen unbewachten Hintereingang zu. Ob ihr ihm vertraut oder nicht, entscheidet ihr selbst – und tragt die Konsequenzen. Ein Online-Multiplayer wurde ebenfalls bestätigt. Spieler:innen „aus anderen Welten“ können euch etwa bei Boss-Kämpfen unterstützen. Invasionen und PvP seien ebenfalls möglich.

Das magische Reittier und die Spiritsprings

Mit den sogenannten „Spiritsprings“ soll das Durchqueren von bergigen Landschaften erleichtert werden. Befindet ihr euch auf dem Reittier, könnt ihr euch damit raketenartig in die Luft schießen und euch das Klettern sparen.

Ein Reiter kämpft gegen ein Monster im Videospiel Elden Ring.
Das Reittier könnt ihr in Elden Ring einfach herbeizaubern. © From Software

Wie schon in den vorherigen Trailern zu sehen, scheint das Reittier magisch zu sein. Im Gameplay-Stream tauchte es auf Anforderung mehrfach blitzschnell auf oder verschwand sofort wieder. Spieler:innen müssen also nicht erst rufen oder pfeifen.

Schleichen, Crafting, Kämpfen und Geisterbeschwörung

An tödlichen Kreaturen im Wald oder an Wachen in einer Festung könnt ihr vorbeischleichen. In der Open World können bewachte Lager infiltriert werden. Lautloses Überrumpeln von Patrouillen hilft gelegentlich, einen Schatz zu bergen.

Crafting von Gegenständen und Waffen ist ebenfalls möglich, etwa die Herstellung von Pfeilen aus Tierknochen. Es soll zudem verschiedene Möglichkeiten geben, Kämpfe zu führen. Starke Schläge durchdringen dabei die Schutzhaltung der Gegner, Pfeile bringen sie zum Taumeln.

Einzigartige Angriffe werden flexibel verschiedenen Waffen zugewiesen. Habt ihr es mit mehreren oder überlegenen Gegnern zu tun, dürft ihr Geister zur Unterstützung beschwören. Dabei soll es große Unterschiede zwischen den Geistertypen geben, die zum Experimentieren einladen.

KONTEXT

Elden Ring: Beta-Testphase startet bald

Vor rund zwei Wochen gab Entwicklerstudio From Software bekannt, dass Elden Ring verschoben wird. Das Team benötige noch etwas mehr Zeit für die Fertigstellung. Gleichzeitig wurde allerdings eine Beta-Testphase angekündigt. Von 12. bis 15. November dürfen ausgewählte Spieler:innen in je dreistündigen Zeitfenstern eine Testversion des Spiels ausprobieren.

Elden Ring wird seit seiner Ankündigung auf der Spiele-Messe E3 2019 von vielen Fans der Souls-Reihe erwartet. An der Entwicklung der Geschichte von Elden Ring war auch Game of Thrones-Autor George R.R. Martin beteiligt.

MEINUNG

Gameplay-Stream zu Elden Ring: Viel schlauer sind wir jetzt auch nicht

Die Gameplay-Vorschau stellt nicht die endgültige Version dar. Ich glaube trotzdem nicht, dass Elden Ring in den letzten Monaten vor Release noch ein aufpoliertes Grafik-Monster wird. Ja, es war nur ein Stream, aber ich fühle mich in meinem Eindruck der ersten Trailer bestätigt: Da geht noch mehr.

Die Grafikpracht der Open World dürfte allerdings schnell zur Nebensache werden, wenn die Atmosphäre von Elden Ring hält, was sie in den Trailern verspricht. Das Design von Charakteren, Monstern und Bossen ist in Sachen Kreativität über jeden Zweifel erhaben. Ich werde schon in diesen kurzen Sequenzen von der Mystik dieser rohen, gefährlichen und magischen Welt angezogen – das passiert mir beim bloßen Zusehen selten.

From Software hat schon mehrmals bewiesen, dass sie in der Lage sind, Atmosphäre mit Sogwirkung zu erschaffen. Da mache ich mir auch bei Elden Ring keine Sorgen. Die Intensität der Boss-Kämpfe scheint ähnlich hoch zu sein wie in der Souls-Reihe. Überraschen würde mich das alles aber ohnehin nicht und genau das sehe ich noch als Problem: Die bisher gezeigten Spielelemente hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Stealth-Einlagen, Crafting, Dungeons, alternativen Routen und Lösungsmöglichkeiten  – alles schon gesehen. Für mich stellt sich deshalb nach wie vor eine wichtige Frage: Bringt Elden Ring wirklich etwas Neues aufs Souls-Parkett oder bekommen wir einfach mehr Altbekanntes?

Josef Erl

Josef Erl

Mit Monkey Island vorm AMIGA 500 aufgewachsen. Geheime Superkraft: Schafft es, sich in jedem Videospiel mindestens einmal zu verlaufen - auch in Pong.
Das Cover von Elden Ring.
Status: Beta
Release: 25.02.2022
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