Leicht wie eine Brille, stark wie ein Headset: Meta Puffin, Loma oder Phoenix will Mixed Reality alltagstauglich machen. Was wir über Technik, Design und Zielgruppe wissen.
Meta arbeitet an mindestens einem neuen Mixed-Reality-Headset, das den Alltagseinsatz von XR-Geräten verändern soll. Die Meta Puffin – auch Loma oder Phoenix – wird als ultraleichte Premium-Brille mit externem Rechenmodul („Compute Puck“) entwickelt und richtet sich nicht primär an Gamer, sondern an Nutzer, die immersive Medien und produktive Mixed-Reality-Funktionen im Alltag erleben wollen.
In diesem Artikel fasse ich alle bekannten Informationen und Gerüchte zur Meta Puffin zusammen – vom Konzept über das Design bis hin zur geplanten Markteinführung.
Meta Puffin, Loma & Phoenix: Die wichtigsten Infos im Überblick
- Ultraleichtes Mixed-Reality-Headset mit weniger als 110 Gramm.
- Recheneinheit und Akku ausgelagert in externen „Compute Puck“.
- Steuerung über Eye-Tracking und Handtracking – keine Controller.
- Micro-OLEDS, Pancake-Linsen und Auflösungen von 2560 × 2560 Pixeln pro Auge stehen im Raum
- Fokus auf Mediennutzung, Produktivität und Alltag, weniger auf Gaming.
- Geplanter Marktstart: 2027, Preis voraussichtlich unter 1.500 US-Dollar
- Positionierung als praktische Alternative zur Apple Vision Pro.
Verwirrung um Meta Puffin, Loma und Phoenix: Was steckt hinter den Codenamen?
In Branchenkreisen werden die Begriffe Meta Puffin, Meta Loma und Meta Phoenix teilweise synonym verwendet, gelegentlich aber auch als unterschiedliche Entwicklungsstadien betrachtet. Ich gehe aktuell davon aus, dass Puffin (erstmals 2024 genannt) einer der ersten Prototypen war, der Metas Vision einer Medienbrille mit ultraleichtem Design darstellte, die eine breitere Nutzergruppe ansprechen sollte, als die Quest-VR-Brillen. Stellt euch Display-Brillen wie Viture Luma oder Xreal One vor.
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Der Codename Loma tauchte erstmals 2025 auf und scheint eine Weiterentwicklung von Puffin zu sein, mit Compute Puck, Eye-Tracking und Fokus auf Produktivität und Business-Anwendungen. Da Phoenix erst im Dezember 2025 in internen Unterlagen aufgetaucht ist, dürfte es sich hierbei um die finale Produktvision handeln, die schließlich auch VR-Anwendungen möglich macht. Dass Meta letztendlich drei unterschiedliche Geräte für derart ähnliche Einsatzzwecke veröffentlichen wird, halte ich für unwahrscheinlich.
Was ist Meta Puffin/Loma/Phoenix und worin liegt der Unterschied zur Quest-Reihe?
Meta Puffin/Loma/Phoenix ist ein neues Mixed-Reality-Headset, das sich konzeptionell von bisherigen VR-Brillen wie der Quest 3 oder einer möglichen Meta Quest 4 unterscheidet. Während die Quest-Serie auf autarkes Gaming und Entertainment setzt, steht bei Phoenix der medienzentrierte Alltagseinsatz im Vordergrund – etwa Serien schauen, mit anderen Menschen kommunizieren oder produktiv arbeiten. Meta will damit eine neue Produktkategorie bedienen, die nicht das Smartphone ersetzt, aber langfristig als AR-Plattform im Alltag bestehen kann.

Der entscheidende Unterschied liegt im Aufbau: Puffin/Loma/Phoenix besteht aus einer leichten Brille mit Pancake-Linsen und Passthrough-Funktion, während die eigentliche Rechentechnik und Energieversorgung in ein separates Gerät ausgelagert sind. Dieser „Compute Puck“ kann beispielsweise in der Hosentasche oder per Clip am Gürtel getragen werden, was dieses minimalistische Design ermöglicht.
Design, Displays, Linsen und Auflösung
Puffin/Loma/Phoenix enthält, wie zuvor besprochen, nur die notwendigste Optik und Sensorik, während der Puck die Hauptverarbeitung übernimmt. Dadurch wiegt die Brille rund 110 Gramm und somit nur einen Bruchteil aktueller VR-Brillen wie der Meta Quest 3 oder Quest 3S. Das Design soll ebenfalls sehr schlank werden.

Die Basis für dieses Design liefern bereits aufgetauchte Leaks und Mockups. Am 16. Juni kündigte Qualcomm mit „Snapdragon Reality Elite“ eine neue Generation von XR-Chips an. Die Community spekuliert aktuell, ob sich in das dazugehörige Video Metas nächste XR-Brille eingeschlichen hat. Ihr könnt euch das Video hier anschauen. Bei Sekunde 43 seht ihr einen Mann in einer Sonnenliege, dessen XR-Brille dem schon früher erstellten Konzept-Design von Phoenix (siehe Screenshot) verblüffend ähnlich sieht.
Als Displays sind aktuell Micro-OLEDs mit ca. 0,9 Zoll und hoher Kontrastqualität im Gespräch. Die Auflösung dürfte zwar unter der Vision Pro liegen, in der Theorie ist allerdings vieles möglich. Qualcomms oben angesprochener Chip soll zwar Auflösungen von bis zu 4,4K pro Auge bei einer Bildwiederholrate von 90 Hz stemmen können, wird aber aller Voraussicht nach nicht in der Phoenix verbaut werden. Stattdessen solltet ihr mit einer kostengünstigeren, aber dennoch performanten Sondervariante der bisherigen XR2-Reihe und Auflösungen von rund 2560 × 2560 Pixeln pro Auge rechnen.
- Wollt ihr schon jetzt ein Modell basierend auf den bisherigen Leaks und Mockups der Meta Phoenix sehen? Dann empfehle ich euch Patricks neuestes Video aus der Zockstube:
Gibt es neben Handtracking auch Controller-Tracking?
Die Steuerung wird sehr wahrscheinlich primär auf Handtracking in Kombination mit Eye-Tracking ausgelegt sein. Das soll die Bedienung intuitiver machen und die Einstiegshürde senken. Auch ein farbiger Passthrough-Modus für die reale Umgebung ist vorgesehen, ebenso wie ein möglichst natürliches Sichtfeld. Dass die Controllersteuerung kategorisch ausgeschlossen wird, kann ich mir aber nur schwer vorstellen.
Mit den Touch Plus und Touch Pro Controllern hat Meta so ziemlich die besten VR-Controller auf dem Markt im Portfolio. Es wäre eine Schande, wenn Meta keine Controller-Option anbieten würde, und die Brille damit von vornherein um mögliche Einsatzzwecke beschneidet.
Auf jeden Fall rechne ich damit, dass das Tracking der Puffin/Loma/Phoenix nicht ganz so stabil sein wird, wie bei einer Quest 3. Allein der nicht vorhandene Platz für Tracking-Kameras muss eine Einschränkung zur Folge haben. Da sich die Touch Pro Controller aber selbstständig im Raum verorten können, wäre das allein kein Ausschlusskriterium für flüssiges Zocken in VR.
Zielgruppe, Einsatzszenarien und Positionierung
Puffin/Loma/Phoenix richtet sich explizit nicht an Hardcore-Gamer, sondern an eine breite Zielgruppe, die bisher durch die Größe, das Gewicht und die Komplexität klassischer VR-Headsets abgeschreckt wurde. VR-Spiele werden zwar möglich sein, der Fokus liegt aber auf immersiven Medienerlebnissen, Kommunikation und produktiven Anwendungen – etwa als virtuelle Monitornutzung oder für den Film- und Serienkonsum auf der Couch.
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Damit positioniert Meta Puffin/Loma/Phoenix als direkte Konkurrenz zur Apple Vision Pro, allerdings mit stärkerem Fokus auf Komfort und Alltagstauglichkeit.
Der Preis: Was soll Puffin/Loma/Phoenix kosten?
Der Preis ist noch nicht bekannt. Bisher rechneten Brancheninsider mit etwa 1.000 US-Dollar. Ich glaube nicht, dass dieser Preis noch länger realistisch ist. Die durch den weltweiten Aufbau von KI-Rechenzentren entstandene Hardware-Krise treibt gerade die Preise für sämtliche Geräte hoch. Ein Blick auf die andauernden Preiserhöhungen bei Spielekonsolen oder die finalen Preise der Steam Machine zeigt, wohin die Reise geht.
Allerdings gibt es Gerüchte, dass Meta auch mit der Phoenix auf eine möglichst weite Verbreitung abzielt und deshalb eine bestimmte Preisgrenze nicht überschreiten will. Sollte Meta wie schon zuvor die Quest-Headsets wieder subventionieren, ist die 1000-Dollar-Grenze möglich. Ich rechne aber mit einem Preis um die 1.300 bis 1.400 US-Dollar – in jedem Fall aber unter der Konkurrenz von Google und Xreals Project Aural, die bei 1.500 Euro liegen wird.
Release-Zeitraum und Entwicklungsstand
Die Markteinführung von Meta Puffin ist frühestens für das Jahr 2027 geplant. Das Projekt ist zwar schon weit fortgeschritten und hätte ursprünglich schon dieses Jahr erscheinen sollen. Interne Dokumente und Gerüchte deuten nun allerdings auf einen Marktstart im ersten Quartal des nächsten Jahres hin. Meta selbst hält sich offiziell bedeckt, ich rechne allerdings mit einer Ankündigung auf der diesjährigen Meta Connect.
Fazit: Leichtgewicht mit hoher Ambition
Meta Puffin/Loma/Phoenix könnte den Markt für Mixed-Reality-Brillen grundlegend verändern – vorausgesetzt, das Produkt hält seine Versprechen. Mit einem Gewicht von unter 110 Gramm, intuitiver Steuerung und einem Fokus auf Medien und Alltag dringt Meta in eine neue Geräteklasse vor, die sich deutlich von bisherigen Quest-Headsets abhebt. Sollte die Technik wie geplant funktionieren, könnte Phoenix Metas erster echter Schritt in Richtung massentauglicher XR-Brillen sein. Dennoch solltet ihr eure Erwartungen zügeln. Auch Project Phoenix ist nur ein weiterer Entwicklungsschritt in einer immer noch jungen Branche und wird nicht das perfekte Gerät für alle Einsatzzwecke sein.
Quellen: WSJ, The Information, UploadVR, Brad Lynch
Update-Log:
- 02.07.2026: Artikel komplett überarbeitet (inhaltlich und strukturell)
- 04.07.2026: Video und Podcast hinzugefügt








