Valve steht offenbar kurz davor, Steam Machine und Steam Frame zu veröffentlichen. Geräte sind bereits in den USA angekommen, doch bei einem Thema drückt sich der Konzern noch: dem Preis.
Wer in den letzten Tagen genauer hingeschaut hat, sieht ziemlich klar, dass die Warterei wohl bald ein Ende hat. Am 10. Mai wurden Versanddaten öffentlich, die zeigen, dass Valve große Mengen Hardware in amerikanische Verteilzentren bringt. Solche Daten sind meist verlässlicher als jede PR-Aussage, weil sie schlicht zeigen: Da steht physisch Ware herum. Der Marktstart von Steam Machine und Steam Frame steht also kurz bevor.
Es riecht nach neuer Hardware
Klar, ein endgültiger Beleg ist auch das nicht. Ein Teil dieser Lieferungen könnte schließlich auch Nachschub fürs Steam Deck sein. Dennoch: Verteilzentren werden normalerweise immer dann gefüllt, wenn ein Launch ansteht. Einen Tag später wurde es sogar noch konkreter. Entwickler haben im Steam-System mehrere Produktvarianten gefunden – vier für die Steam Machine und zwei für die Steam Frame.

Dahinter stecken unterschiedliche Versionen, etwa mit mehr Speicher oder als Bundle mit Controller. Heißt übersetzt: Valve bereitet den Verkauf gerade technisch vor. Auch das passiert nicht Monate im Voraus, sondern kurz vor dem offiziellen Start. Valve selbst hält sich wie immer bedeckt. Gegenüber Medien hieß es im Mai nur, man arbeite daran, die Geräte in unsere Hände zu bekommen.
Ich bin mir mittlerweile sicher: Die Technik ist fertig, jetzt geht es nur noch um Logistik, Timing und vor allem Kommunikation.
Der Preis ist das eigentliche Problem
Der Knackpunkt ist und bleibt aber der Preis, denn Hardware ist seit der Vorstellung Ende letzten Jahres deutlich teurer geworden. Die Speicherpreise sind dank des KI-Booms explodiert. Analysten warnen, dass sich die Kosten für 16 GB DDR5-RAM seit 2023 fast vervierfacht haben. Dazu kommt teurer Grafikspeicher. Allein dieser Bereich dürfte die Kosten pro Gerät spürbar nach oben treiben.
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Valve hatte intern ursprünglich wohl mal unter 800 Dollar als Startpreis für die Steam Machine und die Steam Frame angepeilt. Ich fürchte mittlerweile, dass in beiden Fällen die 1.000-Dollar-Marke geknackt werden dürfte. Es sei denn, Valve schluckt die Mehrkosten und verkauft die Geräte mit Verlust. Beim Steam Deck haben sie genau das gemacht. Gabe Newell nannte das damals schmerzhaft, aber notwendig. Ohne diesen Schritt wäre das Gerät wohl nie so verbreitet gewesen.
Controller-Launch zeigt, was euch erwartet
Einen kleinen Vorgeschmack auf den Verkaufsstart von Valve-Hardware haben wir ja Anfang Mai mit dem neuen Steam Controller bereits bekommen. Der war nach weniger als einer Stunde weg und der Bestellvorgang lief bei vielen Käufer:innen dank überlasteter Server chaotisch ab. Wer keinen Controller ergattern konnte, wartete im Anschluss wütend auf die viel zu teuren Weiterverkäufe auf eBay und Co.

Dieses Mal will es Valve besser machen. Nach dem Controller-Debakel hat der Steam-Betreiber ein Warteschlangen-System eingeführt. Außerdem durften nur Accounts Ware reservieren, die schon vorher Käufe getätigt hatten. Ich wünsche euch jedenfalls viel Glück, falls ihr vorhabt, in Valve-Hardware zu investieren. Spart auf alle Fälle schon mal ordentlich, denn die Schnäppchenzeit am Hardware-Markt ist vorbei.
- Hier geht’s weiter: Arbeitet Valve auch an einem Steam Deck 2? Alle Infos und Gerüchte








