Neue Bilder aus Zulassungsunterlagen zeigen gleich zwei kommende Xbox-Controller – und einer davon erinnert überraschend stark an ein fast vergessenes Microsoft-Design.
Microsoft arbeitet laut einem Leak von Tecnoblog an zwei neuen Eingabegeräten: einem kompakten Controller für Xbox Cloud Gaming sowie dem Nachfolger des Elite Controller Series 2. Beide Modelle tauchten in Dokumenten der brasilianischen Regulierungsbehörde Anatel auf, inklusive Fotos und technischer Details. Beide haben auch ein neues und teilweise sehr interessantes Äußeres. Doch jede neue Controller-Ankündigung von Microsoft lässt mich sehnsüchtig auf eine ganz andere Design-Ära zurückblicken. Aber schauen wir uns zuerst mal den aktuellen Leak an.
Dedizierter Controller für Cloudgaming
Der kleinere Controller richtet sich klar an Cloudgaming. Das Gerät soll nicht nur per Bluetooth, sondern auch direkt über WLAN mit Microsofts Servern kommunizieren. Die Latenz bei der Eingabe soll spürbar verringert werden, weil der Umweg über Konsole oder PC entfällt – ein Ansatz, den zuvor schon Google mit dem gescheiterten Cloudgaming-Dienst Stadia verfolgt hat. Tecnoblog berichtet ergänzend, dass Wi‑Fi 6 unterstützt und ein Realtek-Chip mit zwei ARM-Kernen zum Einsatz kommen soll.
Optisch fällt das Gerät deutlich kompakter aus als klassische Xbox-Controller. Laut den veröffentlichten Bildern orientiert sich das Design eher an Drittanbieter-Modellen. Trotzdem bleiben typische Elemente wie Schultertasten, Trigger und Steuerkreuz erhalten. Im Gegensatz zum nervigen Batteriefach der herkömmlichen Xbox-Controller, soll hier ein integrierter Akku mit 500 mAh verbaut sein. Außerdem gibt es USB‑C, eine Pairing-Taste und offenbar LED-Anzeigen für verschiedene Modi.
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Neuer Elite-Controller aufgetaucht
Parallel dazu verdichten sich die Hinweise auf den Elite Controller Series 3. Auch hier stammen die Informationen aus den Anatel-Unterlagen, die laut Tecnoblog kurz hintereinander veröffentlicht wurden. Microsoft behält demnach das modulare Konzept bei: austauschbares Steuerkreuz, anpassbare Trigger und zusätzliche Paddles bleiben erhalten.
Neu sind jedoch zwei zusätzliche Eingabeelemente auf der Unterseite. Diese erinnern an kleine Scrollräder. Wozu genau sie dienen sollen, ist noch unklar. Hinzu kommt ein Schalter für einen Cloud-Modus, der – wie beim kleineren Controller – eine direkte Verbindung zu Streaming-Servern ermöglichen soll.
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Auch bei der Energieversorgung gibt es Änderungen: Der Elite 3 soll weiterhin einen austauschbaren Akku nutzen, dieser fällt mit rund 1.528 mAh aber kleiner aus als beim Vorgänger. Wann wir mit dem Controller-Duo rechnen können, steht noch in den Sternen. Da sich Microsoft aber schon mit der Zulassung beschäftigt, dürfte es nicht mehr allzu lange dauern.
Sidewinder, bist du es?
Vielleicht ist es nur Wunschdenken, aber mich erinnert die Form des Elite 3 auf den geleakten Bildern an eine ganz andere Ära von Microsoft-Hardware: die SideWinder-Serie. Ich habe den ersten Microsoft Sidewinder damals geliebt (ja, ich bin alt). Mitte der 1990er Jahre lag das damals noch joysticklose Gamepad so gut in der Hand, dass beim gemeinsamen Zocken im Kinderzimmer jedes Mal ein kleiner Streit um den SideWinder ausbrach. Das hat seitdem kein Xbox-Controller mehr geschafft.
Microsoft selbst bezeichnete die Reihe später als eine der erfolgreichsten im PC-Gaming-Bereich, und ich wünsche mir schon lange ein modernisiertes Comeback. Nintendo macht es doch schon vor mit den klassischen Remakes von N64-, SNES- oder Gamecube-Controllern. Worauf wartet ihr also noch, Microsoft?
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