Ist Elliot der neue Link?

The Adventures of Elliot im Test: Charmantes Zelda-light

The Adventures of Elliot: Header mit Elliot im roten Hut, großem Fragezeichen und Text „Ein neues klassisches Zelda?“.

Blickt ihr auch wehmütig auf Spiele wie Secret of Mana oder Zelda: A Link to the Past auf dem SNES zurück? Dann ist The Adventures of Elliot vielleicht genau euer Spiel.

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Mit The Adventures of Elliot bricht Square Enix die bekannte Runden-Formel der Octopath-Traveler-Reihe auf, und reichert sie mit mehr Tempo und Echtzeitkämpfen an. Dabei entsteht zwar wenig Neues, Fans von klassischen Abenteuern wie Secret of Mana oder The Legend of Zelda: A Link to the Past, dürften mit dieser Spielweise aber ihre helle Freude haben – mich hat die flotte Action jedenfalls sofort abgeholt und an die gute alte SNES-Zeit erinnert.

Ihr greift in Echtzeit an, blockt mit dem Schild, kontert im richtigen Moment und kombiniert verschiedene Waffen mit Magie, während Upgrades eure Fähigkeiten verstärken. Immer mit dabei: eine gesprächige, aber hilfreiche Begleiterin, die euch mit Magie versorgt und eine zusätzliche taktische Komponente in die Keilereien bringt. Der eigentliche Kern des Spiels liegt aber in der Erkundung. Ihr durchstreift Dungeons, findet optionale Höhlen und sammelt versteckte Gegenstände. Dabei schickt euch das Abenteuer durch verschiedene Zeitalter. Das ist zwar eine nette Idee, der Effekt verpufft aber, sobald ihr die gleichen Areale mehrfach durchlaufen müsst. Auch das Verhältnis zwischen Kämpfen und Rätseln ist nicht optimal. Die Puzzle-Dungeons hätten ruhig etwas anspruchsvoller sein dürfen.

Visuell bleibt Elliot nah an Octopath Traveler: Charmante Pixelgrafik trifft auf moderne Lichteffekte. Lediglich der Kamerawinkel wurde etwas angehoben, was die Übersicht verbessert und euch schneller und direkter handeln lässt. Dazu kommen stimmige Musik und eine ordentliche Vertonung mit den bei Square-Enix-Produktionen gewohnt engagierten Sprecherinnen und Sprechern. So entsteht eine Wohlfühlatmosphäre, die das Geschehen konstant trägt, auch wenn die Handlung mal schwächelt.

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Unterm Strich ist The Adventures of Elliot: The Millenium Tales ein gut gemachtes Action-Adventure mit JRPG-Einschlägen, das vor allem diejenigen unter euch abholen dürfte, denen die Octopath-Traveler-Spiele etwas zu langsam und passiv waren.

The Adventures of Elliot im Test: Wertung und Fazit

  • 2 von 3 Punkten – Empfehlung für Genre-Fans

Fazit: Stimmiges Abenteuer mit starkem Fokus auf Erkundung und flotten Kämpfen, das bekannte Muster klassischer Vorbilder übernimmt, erzählerisch aber etwas hinter seinen Möglichkeiten bleibt.

Pro

  • atmosphärische HD-2D-Präsentation mit stimmigem Soundtrack
  • direktes, reaktionsbasiertes Kampfsystem mit sinnvollen Upgrades
  • motivierende Erkundung mit vielen optionalen Inhalten
  • klare Struktur und gutes Spieltempo

Contra

  • vorhersehbare Handlung mit größtenteils blassen Charakteren
  • viel Kampf, wenig Rätsel
  • technische Schwankungen je nach Version

Geeignet für

  • Fans klassischer Top-down-Abenteuer
  • alle, die Erkundung und Sammeln mögen
  • Freunde von Action-Systemen mit einfacher Einstiegshürde

Weniger geeignet für

  • alle, die großen Wert auf komplexe Geschichten legen
  • Fans ausufernder Rätsel-Dungeons
  • alle, die viel spielerische Innovation erwarten

The Adventures of Elliot: Fakten und Screenshots

Spiel:The Adventures of Elliot: The Millennium Tales
Publisher:Square Enix
Developer:Square Enix / Claytechworks
Genre:Action-Rollenspiel
Getestet für:PC (Steam)
Erhältlich für:PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2, PC via Steam und Windows
USK:12
Erscheint:18. Juni 2026
Preis:59,99 Euro für PC (69,99 Euro Digital Deluxe Edition)
69,99 Euro auf Konsolen – jetzt auf Amazon bestellen* (79,99 Euro Digital Deluxe Edition)

Bei der Erkundung der Spielwelt findet ihr zahlreiche Dungeons. © S4G / Square Enix

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In den Höhlen und Tempeln gibt es einige Umgebungsrätsel zu lösen. © S4G / Square Enix

Natürlich dürfen auch knackige Bosskämpfe nicht fehlen. © S4G / Square Enix

Die Map hilft bei der Orientierung auf der nicht gerade kleinen Spielwelt. © S4G / Square Enix

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Die Story wird durch Zwischensequenzen vorangetrieben, bei denen vor allem die Sprecher:innen glänzen. © S4G / Square Enix

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Bild von Josef Erl

Josef Erl

Josef ist freier Online-Journalist und leitet die S4G-Redaktion. Er spielt alles, was ihn mit einer spannenden Story und innovativen Spielmechaniken fesselt. Als ehemaliger Redaktionsleiter von MIXED.de kennt er sich auch bestens in den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality & Mixed Reality aus.