Damit euer erster Tauchgang in Subnautica 2 auch wirklich funktioniert, solltet ihr euch einige Tipps und Tricks im Vorfeld anschauen. Wir sagen euch, worauf ihr zwingend achten solltet.
Obwohl Subnautica 2 wieder ein Unterwasser-Abenteuer ist, hat sich vieles innerhalb des Gameplay dennoch verändert. Gerade die fehlende Waffe sorgt dafür, dass Kämpfe, Erkundung und selbst kleine Tauchgänge plötzlich schwieriger ablaufen. Damit ihr nicht direkt zu Beginn unnötig draufgeht, haben wir euch die wichtigsten Tipps für den Start zusammengestellt.
- Ihr möchtet mit Freund:innen tauchen gehen? In unserem Multiplayer-Guide erklären wir, was möglich ist.
1. In Subnautica 2 solltet ihr Kämpfen häufiger aus dem Weg gehen
Die wohl größte Umstellung in Subnautica 2 betrifft die fehlende klassische Waffe. Während ihr im ersten Subnautica zumindest Werkzeuge hattet, mit denen ihr euch halbwegs verteidigen konntet, setzt der Nachfolger stärker auf Flucht und Überleben.
Viele aggressive Kreaturen wie Leviathane lassen sich nicht einfach stoppen. Wenn euch ein großes Tier verfolgt, bringt hektisches hin- und herschwimmen nicht viel. Nutzt lieber die Umgebung, versteckt euch zwischen Pflanzen oder brecht Sichtlinien. Gerade in engen Höhlen rettet euch das öfter als jede Ausrüstung.
- Mein Tipp: Bei der ersten Erkundung habe ich mir bereits erste Spots gemerkt, die ideal zum Verstecken sind. Kleine Höhlen sind meistens durch leuchtende Pflanzen gut sichtbar und hin und wieder findet ihr Kapseln, die ihr betreten könnt.

2. Nahrung und Wasser werden früher wichtig als im ersten Teil
In Subnautica 2 müsst ihr euch deutlich früher um Nahrung und Wasser kümmern. Wer einfach blind losschwimmt, steht schnell mit leerem Inventar und kritischen Werten irgendwo mitten im Ozean. Ihr findet zwar hin und wieder einige Flaschen in tiefen Höhlen, aber bis ihr dort angekommen seid, seid ihr meist verdurstet oder verhungert. Gerade bei längeren Farmingrunden nach Erz oder anderen Metallen, ist eine gute Vorbereitung wichtig.
- Hinweis: Wer den ersten Teil gespielt hat, merkt in Subnautica 2 relativ schnell, dass Unknown Worlds stärker auf Survival und Vorsicht setzt. Viele Situationen könnt ihr nicht einfach „wegkämpfen“ und ihr müsst Gefahren öfter aus dem Weg gehen.

Sammelt deshalb direkt am Anfang kleine essbare Fische und schaut früh nach Wasserquellen oder Crafting-Möglichkeiten für Trinkwasser. Es gibt sogar Fische, die euch Flüssigkeit im Notfall liefern können. Haltet Ausschau nach Wasserschnecken, die überall auf dem Boden kleben und sich leicht aufheben lassen. Sie geben euch +15 Wasser, ziehen euch aber gleichzeitig -5 Nahrung ab. Nutzt sie daher eher in Ausnahmefällen und greift auf trinkbares Wasser zurück.
3. Baut eure erste Basis während der ersten Ausflüge
Viele Spieler schieben den Basenbau in Subnautica 2 zu lange vor sich her. Das Problem dabei: Euer Inventar läuft extrem schnell voll. Gleichzeitig verliert ihr unnötig Zeit, wenn ihr ständig zur Rettungskapsel zurückmüsst. Auch mit Upgrades, die euch schneller schwimmen lassen, müsst ihr meist mehrere Minuten einrechnen.
Eine kleine Übergangsbasis reicht am Anfang völlig aus – ihr braucht hier noch garnicht ins Detail gehen. Ein paar Container, Stromversorgung und ein sicherer Rückzugsort machen bereits einen riesigen Unterschied. Gerade weil Subnautica 2 euch stärker unter Druck setzt, fühlt sich eine funktionierende Basis deutlich wichtiger an als früher.
4. Bio-Mods sind deutlich wichtiger als viele denken
Subnautica 2 erweitert das Überlebenssystem mit den neuen Bio-Mods. Die Upgrades verändern teilweise spürbar, wie ihr euch unter Wasser bewegt oder wie gut ihr mit bestimmten Situationen klarkommt. Ihr schwimmt schneller, könnt länger tauchen oder aber ausweichen. Das erste Biolabor ist nicht weit von eurer Kapsel entfernt. Springt aus eurer Kapsel und taucht direkt nach rechts. Nach etwa 85 Metern findet ihr ein altes Labor.

Es lohnt sich, Fundorte gründlich abzusuchen und nicht nur der Hauptquest hinterherzulaufen. Das Scan-Tool ist dabei euer bester Freund, denn viele der Mods sind erst verfügbar, wenn ihr bestimmte Pflanzen oder Fische gescannt habt.
- Extra-Tipp: In Subnautica 2 könnt ihr über spezielle Biobetten permanente Upgrades für euer Inventar und eure Werte erhalten. Die versteckten Bunker der Kolonisten lohnen sich deshalb besonders, weil ihr dort praktische Verbesserungen wie mehr Ausdauer oder zusätzliche Vorteile für eure Expeditionen freischalten könnt.
5. Tiefe Gebiete sind in Subnautica 2 gefährlicher geworden
Subnautica 2 spielt stärker mit Dunkelheit, Sichtweite und Orientierung. Gerade tiefe Regionen wirken oft unübersichtlich und deutlich bedrohlicher als im Vorgänger. Obwohl ich mir direkt zu Beginn eine Taschenlampe gebaut habe, hat die in den richtigen Tiefen nicht mehr viel gebracht.
Nehmt deshalb immer genug Energiezellen und andere Orientierungshilfen mit. Wenn ihr denkt „Ach, ich schaue nur kurz rein“, endet das erstaunlich oft mit Panik und Sauerstoffproblemen. Besonders nachts solltet ihr unnötige Risiken vermeiden. Was mir meist geholfen hat, ist, sich an Pflanzen zu orientieren. In einigen Höhlen werden Ausgänge mit kleinen Blüten oder Korallen gekennzeichnet.
- Extra-Tipp: Achtet auf Wasserstrudel, die euch in Höhlen reinziehen können. Schwimmt ihr an sie dran, werdet ihr mitgerissen. Ihr könnt sie jedoch auch zu eurem Vorteil nutzen. Habt ihr es eilig und wollt eh in diese Richtung, dann stürzt euch einfach rein.

6. Scannen bleibt extrem wichtig
Wie schon im ersten Subnautica steckt ein großer Teil des Fortschritts hinter Scans. Konzentriert euch daher zu Beginn nicht nur aufs Crafting, sondern versucht eure Baupläne schnellstmöglich auszubauen, indem ihr eure Umgebung scannt. Ihr erfahrt gleichzeitig mehr über Flora und Fauna und beobachtet mit etwas Glück den ein oder anderen Kampf zwischen Fisch und Riesenkrabbe.

Wenn ihr neue Gebiete entdeckt, scannt lieber einmal zu viel als zu wenig. Gerade Fahrzeuge, Basis-Module und Upgrades hängen oft an Fragmenten, die ihr sonst komplett verpasst. Subnautica 2 belohnt neugierige Spieler hier wieder ziemlich stark.
7. Achtet auf eure Route und schwimmt nicht planlos los
Subnautica 2 bestraft unvorbereitete Touren schneller als der erste Teil. Durch die aggressivere Fauna und die fehlende Waffe geraten selbst kleine Ausflüge schnell außer Kontrolle. Ich selbst bin zeitweise viel zu weit von meiner Basis abgedriftet und war rund 2.000 Meter weit weg. Ich hatte zwar ausreichend Nahrung dabei, dennoch kann das schnell nach hinten losgehen.
Plant deshalb grob, wohin ihr wollt und was ihr mitnehmt. Ein voller Akku, genug Wasser und etwas Nahrung klingen banal, retten euch aber regelmäßig den Run. Gerade später, wenn ihr tiefer taucht, spart euch gute Vorbereitung enorm viel Frust. Im Multiplayer könnt ihr euch hier sogar absprechen und Vorräte in einzelne Kisten im Ozean verstecken.
Meine Einschätzung zur fehlenden Waffe
Je mehr ich über den Ansatz von Subnautica 2 nachdenke, desto besser verstehe ich ehrlich gesagt die Entscheidung hinter der fehlenden Waffe. Die Entwickler wollen offenbar gar nicht, dass ihr euch wie die dominante Gefahr im Ozean fühlt. Statt alles auszuschalten, solltet ihr lernen, mit der Unterwasserwelt klarzukommen und euch an sie anzupassen.
Und genau diesen Gedanken finde ich eigentlich richtig stark. Subnautica 2 wirkt dadurch weniger wie ein typisches Survival-Spiel, in dem ihr euch einfach immer bessere Waffen baut, bis euch irgendwann nichts mehr gefährlich werden kann. Stattdessen bleibt der Ozean fremd, bedrohlich und irgendwie unberechenbar. Ihr seid dort eben nicht der Jäger, sondern eher ein Eindringling, der versucht zu überleben.
Trotzdem merke ich bei mir selbst auch, wie unangenehm sich das manchmal anfühlt. Ich bin genau der Typ Spieler, der in der Tiefsee sowieso schon permanent Schiss bekommt. Mir reicht es teilweise schon, wenn die Taschenlampe gefühlt nur zwei Meter weit leuchtet und irgendwo in der Dunkelheit plötzlich Geräusche auftauchen. Gerade deshalb hätte ich mir zumindest irgendeine kleine Möglichkeit zur Abwehr gewünscht, einfach für dieses Gefühl von Sicherheit.
Vor allem in tieferen Gebieten sorgt das bei mir aktuell für deutlich mehr Stress als noch im ersten Teil. Gleichzeitig funktioniert genau deshalb aber auch jede Begegnung wieder viel intensiver. Wenn plötzlich irgendwo etwas aus der Dunkelheit auftaucht, überlegt ihr automatisch zweimal, ob ihr wirklich weiter schwimmen wollt oder lieber umdreht.









