Silent Hill: Townfall trennt Kampf- und Rätselschwierigkeit voneinander. Ich erkläre euch, welche Einstellung sich für den ersten Durchlauf eignet und ob Schwierigkeitsgrad, Achievements oder Enden miteinander zusammenhängen.
Silent Hill hat traditionell ein etwas komplizierteres Verhältnis zum Schwierigkeitsgrad als viele andere Horrorspiele. Deshalb stellt sich auch beim Start von Silent Hill: Townfall die Frage, ob eine falsche Einstellung womöglich Rätsel verändert, Achievements blockiert oder sogar Auswirkungen auf eines der verschiedenen Enden hat.
Die gute Nachricht vorweg: Townfall lässt euch Kampf und Rätsel separat einstellen und beide Optionen jederzeit ändern. Dennoch müsst ihr ein paar Sachen beachten.
Welche Schwierigkeitsgrade gibt es für Action und Stealth?
Für Konfrontationen und das eigentliche Survival-Horror-Erlebnis stehen euch drei Stufen zur Verfügung:
| Schwierigkeit | Auswirkungen | Für wen geeignet? |
| Story-Modus | Weniger Gegner, weniger Lebenspunkte der Gegner und geringerer verursachter Schaden | Story-Fans und Spieler, die Kämpfe möglichst stressfrei halten möchten |
| Normal | Ausgewogenes Verhältnis zwischen Kampf und Schleichen | Für den ersten Durchlauf und die meisten Spieler |
| Albtraum | Mehr Gegner, höhere Lebenspunkte und mehr Schaden; Gegner können außerdem eure Taschenlampe sehen und dadurch in dunklen Bereichen alarmiert werden | Erfahrene Survival-Horror-Spieler |
Story-Modus
Im Story-Modus begegnen euch weniger Gegner. Diese besitzen zudem weniger Gesundheit und verursachen weniger Schaden. Das Spiel selbst beschreibt diese Einstellung als Variante für Spieler, die ein stärker auf die Handlung konzentriertes Erlebnis bevorzugen.
Ich würde sie auch allen Spielern empfehlen, die von den ausufernden Stealth-Passagen irgendwann genug haben. Sind die Gegner leichter und weniger zahlreich, entzerrt das auch die teilweise langatmigen Schleichorgien. Die Rätsel werden dadurch nicht automatisch leichter. Dafür besitzt Townfall eine separate Einstellung.

Normal
Normal ist das reguläre Spielerlebnis mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Kämpfen und Schleichen. Ihr müsst mit euren Ressourcen haushalten und solltet Gegner regelmäßig umgehen oder ablenken, ohne dass jeder Fehler sofort bestraft wird. Starte den ersten Durchlauf auf normal und schaut, wie euch die Schleichpassagen gefallen.
Albtraum
Auf Albtraum steigen nicht einfach nur Lebenspunkte und Schaden. Es gibt mehr Gegner, sie sind widerstandsfähiger, teilen mehr Schaden aus und sie reagieren auch auf den Lichtkegel eurer Taschenlampe. Für mich hat dieser Schwierigkeitsgrad im ersten Durchlauf keinen Reiz. Dafür ist das Kampfsystem nicht gut genug und die Schleichpassagen zu aufwendig. Nur, wenn euch auf Normal wirklich etwas fehlt, solltet ihr Albtraum eine Chance geben.
Welchen Rätselschwierigkeitsgrad sollte ich wählen?
Die Rätselschwierigkeit funktioniert völlig unabhängig vom Kampfschwierigkeitsgrad. Ihr habt zwei Möglichkeiten:
Rätselschwierigkeit Auswirkungen Mit Tipps Rätselrelevante Gegenstände und Dokumente werden im Inventar hervorgehoben; wichtige Texte und Hinweise erscheinen rot Normal Keine automatischen Hervorhebungen; ihr müsst Hinweise selbst aus Dokumenten und Umgebung herausfiltern
Mit Tipps
Diese Einstellung verändert nicht die eigentlichen Rätsel oder deren Lösungen. Stattdessen hilft euch das Spiel beim Erkennen der relevanten Informationen. Textpassagen in Dokumenten, die für das aktuelle Rätsel benötigt werden, werden beispielsweise rot hervorgehoben. Das ist praktisch, wenn ihr die Rätsel grundsätzlich selbst lösen möchtet, aber nicht stundenlang überlegen wollt, welche von zehn gefundenen Notizen überhaupt relevant ist.

Normal
Auf Normal bekommt ihr diese Hilfestellungen nicht. Ihr müsst selbst erkennen, welches Dokument wichtig ist, welche Zahl relevant sein könnte, welche Gegenstände zusammengehören und welcher Hinweis zu welchem Rätsel gehört. Für mich die perfekte Einstellung für Silent-Hill-Veteranen. An den eigentlichen Lösungen ändert sich allerdings nichts.
Diese Einstellung empfehle ich für den ersten Durchlauf
Für das klassische Silent-Hill-Erlebnis empfehle ich, beide Einstellungen auf Normal zu lassen. Damit bekommt ihr die vorgesehene Mischung aus Survival-Horror, Schleichen und Ressourcenmanagement und müsst die zahlreichen Dokumente, CRTV-Signale und Umgebungshinweise tatsächlich selbst interpretieren. Wer Probleme mit den Stealth-Passagen hat, sollte auf Story-Modus umschalten. Das Spielerlebnis wird dadurch nicht verwässert, entzerrt aber einige Frustmomente. Die Rätselschwierigkeit „Mit Tipps“ halte ich für etwas zu aufdringlich. Hier verlieren viele Rätsel ihren Reiz, weil genau das recherchieren in Dokumenten charakteristisch für Silent-Hill-Knobelein ist.
Beeinflusst der Schwierigkeitsgrad die Enden?
Nach aktuellem Stand: Nein. Das ist bei Silent Hill besonders wichtig, weil mehrere Serienteile ihre Enden aus dem Verhalten der Spieler ableiten. Auch Townfall macht genau das: Creative Director Jon McKellan erklärte, dass nicht eine einzelne Entscheidung am Schluss ausschlaggebend ist. Stattdessen bestimmen eure Aktionen während des gesamten Durchlaufs, welches Ende ihr erreicht. Eine bestimmte Schwierigkeitsstufe ist dafür nicht erforderlich.
Gibt es Achievements für bestimmte Schwierigkeitsgrade?
Nein. In der vollständigen Achievement-Liste gibt es kein Achievement dafür, Townfall auf Normal oder Albtraum abzuschließen. Selbst das Achievement „Vertrauter Albtraum“ verlangt lediglich, dass ihr ein New Game Plus auf beliebiger Schwierigkeit abschließen müsst. Für die 100 Prozent müsst ihr euch also nicht durch Albtraum quälen.
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