Metal Gear Solid Delta läuft auf dem Steam Deck nur eingeschränkt. Für flüssiges Gameplay sind starke Grafikreduktionen und technische Tricks nötig.
Metal Gear Solid Delta: Snake Eater ist auf dem Steam Deck grundsätzlich lauffähig, erreicht aber weder konstante Bildraten noch visuelle Qualität auf PC- oder Konsolenniveau. Bereits in der Standardkonfiguration schwankt die Framerate stark – meist zwischen 20 und 35 Bildern pro Sekunde. Selbst bei stark reduzierter Auflösung (etwa 960 × 600 Pixel) und deaktivierten Grafikeffekten wie Tiefenschärfe oder Bewegungsunschärfe bleibt das Spielerlebnis instabil.
Als Mindestkonfiguration empfehlen wir, die Texturqualität auf „niedrig“, Beleuchtung und Schatteneffekte deutlich zu senken und ein FPS-Limit von 30 zu setzen – entweder direkt im Spiel oder über SteamOS. So wird zumindest das sogenannte „Stottern“ reduziert, das durch stark schwankende Frameraten entsteht.
Upscaling bringt nur bedingt Verbesserung
Außerdem kann durch Aktivierung von Upscaling-Methoden wie FSR (FidelityFX Super Resolution) oder TSR (Temporal Super Resolution) die Performance leicht verbessert werden. Diese Verfahren skalieren das Bild intern hoch, was zu einer höheren Bildrate führen kann, allerdings auf Kosten der Bildschärfe und mit potenziellen Artefakten wie Flackern oder Kantenflimmern.
Für experimentierfreudige Anwender bietet sich zusätzlich der Einsatz von Lossless Scaling Frame Generation (LSFG) an. Damit lässt sich die Bildrate künstlich erhöhen, was subjektiv zu flüssigerem Gameplay führen kann – doch die Eingabelatenz steigt spürbar, was sich gerade bei Action-Sequenzen negativ bemerkbar macht.
Innenräume als Performance-Killer auf dem Steam Deck
Die Innenbereiche von Metal Gear Solid Delta: Snake Eater erweisen sich als besonders anspruchsvoll für das Steam Deck. Das ist zwar für Spiele auf Basis der Unreal Engine 5 ungewöhnlich, hat aber wohl mit der hohen Dichte an Objekten und Effekten in geschlossenen Räumen zu tun. Außenareale laufen dagegen etwas stabiler, allerdings ebenfalls nicht durchgehend flüssig.
Visuell ist Snake Eater auf dem Steam Deck deutlich eingeschränkt: Die notwendige Reduktion der Auflösung und Effekte führt zu einem verwaschenen Bild, das nur noch bedingt an die cineastische Atmosphäre des Originals erinnert. Die Deaktivierung von Motion Blur und Depth of Field verbessert zwar die Lesbarkeit und Bildklarheit, kann die generelle optische Qualität aber nicht retten.
Fazit: Besser auf Updates oder andere Plattformen warten
Wir raten zur Vorsicht: Wer Wert auf stabile Performance und ansprechende Grafik legt, sollte auf künftige Optimierungen oder leistungsfähigere Handheld-PCs warten. Konami selbst hat bislang keine spezifische Steam-Deck-Optimierung für Metal Gear Solid Delta: Snake Eater angekündigt, aber es könnten noch entsprechende Updates folgen.
Bis dahin bleibt Metal Gear Solid Delta: Snake Eater auf dem Steam Deck nur eingeschränkt empfehlenswert – technisch möglich, aber weder komfortabel noch optisch überzeugend. Wer das Remake in besserer Qualität erleben möchte, sollte zur Konsolen- oder PC-Version greifen.