Die Dark Pictures-Reihe bekommt ein neues Feature namens „Wendepunkte“. In Directive 8020 könnt ihr erstmals die Zeit zurückspulen. Wie das geht und wofür es nützlich ist, erfahrt ihr hier.
Mit Directive 8020 bekommt die The-Dark-Pictures-Reihe endlich ein Feature, das sich viele Fans eigentlich schon seit Man of Medan gewünscht haben. Die sogenannten Wendepunkte greifen direkt in eure Entscheidungen ein. Statt mit jedem Fehler leben zu müssen, könnt ihr wichtige Momente später erneut spielen und andere Wege ausprobieren. Dadurch fühlt sich Directive 8020 spürbar anders an als die älteren Teile der Reihe. Vor allem dann, wenn euch bei einem Quick-Time-Event plötzlich ein wichtiger Charakter stirbt.
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Was Wendepunkte in Directive 8020 eigentlich sind
Die Wendepunkte funktionieren wie fest gespeicherte Story-Knoten. Das Spiel merkt sich wichtige Entscheidungen, QTE-Ergebnisse und zentrale Szenen und packt sie in eine übersichtliche Timeline. Dort seht ihr verschiedene Verzweigungen der Handlung. Jeder Knoten steht für einen bestimmten Story-Moment, während die Linien zeigen, wie sich eure Entscheidungen auf spätere Ereignisse auswirken.

Der große Unterschied zu normalen Checkpoints: Ihr springt nicht einfach nur ein paar Minuten zurück. In Directive 8020 setzt ihr exakt an der Stelle wieder ein, an der sich eure Story verändert hat. Von dort aus könnt ihr andere Antworten wählen, Charaktere retten oder bestimmte Szenen komplett anders erleben. So erhöht sich die Spielzeit von Directive 8020 zwar, ihr habt aber in der Hand, wie stark.
Warum sich Directive 8020 dadurch anders spielt
In älteren The Dark Pictures-Spielen wie The Devil in Me waren Fehler oft endgültig. Wenn euch jemand bei einem QTE gestorben ist, musstet ihr entweder damit leben oder den kompletten Durchgang neu starten.
Genau diese Hürde fällt in Directive 8020 weg. Verliert ihr eine Figur in einer wichtigen Szene, könnt ihr direkt zu diesem Moment zurückspringen und es nochmal versuchen. Gerade bei längeren Kapiteln spart ihr euch dadurch einiges an doppelter Spielzeit.
Dadurch geht aber auch ein Teil des Drucks verloren. Wenn ihr wisst, dass ihr jederzeit zurückspringen könnt, wirken manche Entscheidungen automatisch weniger riskant. Ob euch das gefällt, hängt stark davon ab, wie ihr solche Horrorspiele am liebsten spielt.
Wann sich Wendepunkte wirklich lohnen
Einfach wahllos zurückzuspringen, bringt euch auf Dauer wenig. Interessant wird das Feature vor allem an den Stellen, an denen sich die Story spürbar verändert.
Das kann zum Beispiel passieren, wenn:
- ein Charakter durch ein QTE stirbt
- ihr eine wichtige Beziehung komplett zerstört
- euch Hinweise oder optionale Szenen entgehen
- ihr alternative Story-Wege sehen wollt

Gerade bei den Quick-Time-Events merkt ihr schnell, wie knapp manche Situationen sind. Ein einziger Fehler reicht oft aus und plötzlich läuft eine komplette Szene anders weiter. Das habe ich direkt in Episode 1 gemerkt, als ich Simms plötzlich retten musste.
Geheimnisse und Sammelobjekte
Viele Sammelobjekte in Directive 8020 hängen direkt an bestimmten Entscheidungen oder daran, welche Figuren noch leben. Ein gutes Beispiel sind die „Guter Alter Tod“-Geheimnisse. Insgesamt gibt es fünf Stück, aber sie kommen erstmals in Episode 8 vor und werden anschließend rückwirkend freigeschaltet. Für die restlichen müsst ihr über Wendepunkte zurückspringen und andere Story-Wege ausprobieren. Ohne das Feature würdet ihr dafür mehrere komplette Durchgänge brauchen. Gerade für Completionists sind die Wendepunkte deshalb fast schon Pflicht.
Ich war skeptisch, bin jetzt aber doch überzeugt
Ich finde die Wendepunkte in Directive 8020 richtig gelungen. Vor allem deshalb, weil euch das Spiel direkt zu Beginn die Wahl lässt, ob ihr das Feature überhaupt aktivieren wollt. Dadurch könnt ihr selbst entscheiden, wie hart oder entspannt euer Durchgang werden soll.
Eigentlich bin ich bei solchen Spielen eher Fan davon, mit den eigenen Entscheidungen leben zu müssen. Gerade in Horror-Spielen gehört für mich dazu, dass Fehler eben Konsequenzen haben und Charaktere auch mal sterben können.
Trotzdem habe ich mich mehrfach dabei erwischt, wie ich doch nochmal zurückgespult habe. Einfach weil mich interessiert hat, wie bestimmte Szenen anders verlaufen oder welche Story-Wege ich verpasst hätte. Genau deshalb funktioniert das Feature meiner Meinung nach so gut. Ihr könnt konsequent bleiben oder aus Neugier doch noch einmal einen anderen Weg ausprobieren.
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