Ich habe Diablo 4 bereits hunderte Stunden gespielt und irgendwann die Lust verloren. Mit „Lord of Hatred“ könnte sich das jedoch ändern.
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich das nochmal sage, aber Diablo 4 hat wieder eine Chance bei mir. Lord of Hatred erscheint am 28. April 2026 und bringt nicht nur das Finale rund um Mephisto, sondern auch zwei neue Klassen, eine neue Region, ein überarbeitetes Skillsystem, neue Endgame-Modi und endlich Dinge wie Loot-Filter und Karten-Overlay. Also genau die Sachen, über die seit Release gefühlt ständig diskutiert wurde. Und genau deshalb erwische ich mich gerade dabei, wieder ernsthaft über einen Neustart nachzudenken.
Warum diese Erweiterung mich zurück nach Sanktuario holen könnte
Mein Problem mit Diablo 4 war nie zu wenig Inhalt. Irgendwann hatte ich einfach keinen echten Grund mehr, mich einzuloggen. Die Welt war weitestgehend erkundet, die Klassen kannte ich, viele Abläufe auch, und das Koop-System habe ich bis zum letzten Winkel ausgetestet. Es war nicht leer, spielte sich für mich aber einfach zu routiniert. Genau da könnte Lord of Hatred ansetzen. Nicht unbedingt mit der größten Menge an neuen Inhalten, sondern eher mit der Chance, dass sich das Spiel wieder besser anfühlt.
Die neuen Talentbäume sind dafür ein gutes Beispiel. Früher habe ich Punkte verteilt, heute geht es eher um Entscheidungen. Das klingt erstmal nicht spektakulär, macht aber einen riesigen Unterschied. Wenn Skills wirklich beeinflussen, wie ich spiele, statt am Ende nur Zahlen leicht zu verschieben, entsteht wieder dieses Gefühl, dass ein Build auch wirklich nach etwas Eigenem aussieht. Und genau das hat mir zuletzt gefehlt.
Weniger Zufall, mehr Kontrolle
Ich mochte Diablo schon immer, aber gerade bei Diablo 4 hätte ich mir Systeme wie den Horadrimwürfel viel früher gewünscht. Dieses ständige Hoffen auf brauchbaren Loot hat mich irgendwann mehr genervt als motiviert. Stundenlang farmen und am Ende trotzdem das Gefühl haben, kaum einen Schritt weiter zu sein, das ist auf Dauer einfach zäh. Gute Loot-Mechaniken motivieren mich persönlich einfach, am Ball zu bleiben.
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Mit Horadrimwürfel und Loot-Filter geht das Spiel jetzt zumindest in eine Richtung, die für mich deutlich sinnvoller klingt. Ich kann gezielter spielen, sehe schneller, was überhaupt relevant ist, und verliere weniger Zeit mit Kram, der mich am Ende sowieso nicht weiterbringt. Das klingt erstmal nach Komfort, ist für mich aber eher eine Grundvoraussetzung dafür, überhaupt wieder dranzubleiben.
Endgame, das sich nicht wie Arbeit anfühlt
Bei den Kriegsplänen war ich zuerst eher skeptisch. Das klang für mich anfangs nach bekannten Aktivitäten in neuer Verpackung. Je mehr ich dazu gesehen und gelesen habe, desto eher wirkt es aber wie genau die Struktur, die mir im Endgame bisher gefehlt hat.
Vorher bin ich oft einfach von Aktivität zu Aktivität gesprungen, ohne dass sich daraus ein richtiger Fluss ergeben hat. Nicht alles war schlecht, aber vieles wirkte eher wie Beschäftigung als wie Fortschritt. Wenn Lord of Hatred das besser bündelt und mir das Gefühl gibt, auf etwas hinzuarbeiten, ist das für mich deutlich mehr wert als einfach nur noch ein weiterer Modus.
Auch das Echo des Hasses klingt nach so einer Ergänzung, die simpel genug ist, um zu funktionieren. Rein, so lange wie möglich durchhalten, Loot mitnehmen, nochmal versuchen. Gerade Diablo lebt oft genau von solchen klaren Schleifen.
Neue Klassen, neuer Anreiz
Paladin und Hexenmeister sind natürlich ein starkes Argument, gerade wenn man länger raus ist. Für mich ist dabei aber weniger wichtig, dass einfach nur zwei neue Klassen dazukommen. Spannender ist für mich, ob sie sich wirklich nach einem neuen Einstieg anfühlen. Normalerweise wäre ich wahrscheinlich sofort beim Paladin. Diesmal ist es aber eher der Hexenmeister, bei dem ich das Gefühl habe, dass er mir ein frisches Spielgefühl geben könnte. Vielleicht auch gerade deshalb, weil ich nicht einfach wieder in etwas Vertrautes rutschen würde.
Und genau das ist für mich wahrscheinlich der entscheidende Punkt. Wenn ich zurückkomme, dann nicht nur für mehr vom Gleichen, sondern für das Gefühl, dass sich der Wiedereinstieg auch wirklich lohnt. Ich erwarte kein komplett neues Spiel, aber schon etwas, dass mich für einige Stunden gut beschäftigen kann.
Vielleicht reicht es diesmal wirklich
Ich bleibe ehrlich: Komplett überzeugt bin ich bis jetzt nicht. Diablo 4 hat schon öfter den Eindruck gemacht, jetzt endlich auf dem richtigen Weg zu sein. Und genau deshalb bin ich bei sowas inzwischen automatisch vorsichtiger. Trotzdem wirkt Lord of Hatred für mich zum ersten Mal so, als würde Blizzard an den richtigen Stellen ansetzen. Nicht einfach nur mehr Inhalte, sondern bessere Verknüpfung zwischen Loot, Builds und Endgame.
Ob mich die Erweiterung am Ende wirklich zurückholt, kann ich natürlich erst sagen, wenn ich sie selbst gespielt habe. Aber nach allem, was bisher bekannt ist, ist das hier seit Langem der erste Diablo-4-Inhalt, bei dem ich nicht nur kurz hinschaue, sondern wirklich wieder Lust bekomme. Und allein das ist schon mehr, als ich vor ein paar Monaten erwartet hätte.
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