Mit Lord of Hatred bekommt Diablo 4 endlich einen Lootfilter. Wir erklären euch, wie das System funktioniert und worauf ihr beim Einstellen achten solltet.
Wer in Diablo 4 länger im Endgame unterwegs ist, kennt das Problem. Nach ein paar Kämpfen liegt der Boden voller Items, aber nur ein Bruchteil davon ist wirklich interessant. Ihr sammelt Ausrüstung ein, schaut ins Inventar, vergleicht Werte, verkauft den Großteil wieder und macht im nächsten Dungeon genau dasselbe von vorne.
Mit Lord of Hatred ändert sich das nun endlich. Der neue Lootfilter (offiziell: Beutefilter) sorgt dafür, dass ihr selbst festlegt, welche Gegenstände euch Diablo 4 überhaupt noch anzeigen soll. Statt alles aufzuheben, was irgendwie glänzt, könnt ihr gezielt nach den Items suchen, die zu eurem Build, eurer Klasse oder eurem aktuellen Farm-Ziel passen.
Was macht der Lootfilter in Diablo 4?
Der Lootfilter in Diablo 4 blendet Beute aus, die euch gerade nicht interessiert. Die Items verschwinden dabei nicht aus dem Spiel, sie werden euch nur nicht mehr auf dem Boden angezeigt. Ihr entscheidet also nicht, was droppt, sondern was ihr sehen wollt.
Das klingt erstmal nach einem kleinen Komfort-Feature, greift aber tief in den Spielfluss ein. Gerade in Höllenfluten, Alptraumdungeons oder längeren Farm-Runs verbringt ihr dadurch weniger Zeit im Inventar und bleibt mehr im Kampf. Für ein Spiel wie Diablo 4, das euch ständig mit Ausrüstung überschüttet, ist das ein ziemlich großer Unterschied und spart euch auf Dauer jede Menge Zeit ein.
So ist der Lootfilter aufgebaut
Den Lootfilter richtet ihr in Diablo 4 über ein eigenes Menü ein. Links legt ihr eure Filter an, benennt sie und verwaltet mehrere Profile. Das ist hilfreich, wenn ihr verschiedene Builds spielt oder mit mehreren Klassen unterwegs seid. Für euren neuen Paladin, der mit Lord of Hatred dazugekommen ist, wollt ihr vielleicht nur Items sehen, die zu kritischem Schaden, bestimmten Fertigkeiten oder Verteidigung passen. Statt jedes Mal alles neu einzustellen, könnt ihr dafür eigene Filter speichern.

Die Details stellt ihr anschließend über einzelne Regeln ein. Diese Regeln könnt ihr aktivieren, deaktivieren, kopieren oder wieder löschen. Das ist praktisch, wenn ihr einen bestehenden Filter nur leicht anpassen wollt, ohne komplett von vorne anzufangen.
Warum ihr den Filter nicht zu schnell einstellen solltet
Der Lootfilter in Diablo 4 ist kein Menü, das ihr einmal blind durchklickt und dann nie wieder anfasst. Gerade am Anfang von Lord of Hatred, wenn ihr neue Builds testet oder noch nicht genau wisst, welche Werte später wichtig werden, solltet ihr lieber etwas breiter starten.
Ein guter Einstieg ist ein Filter, der nur den gröbsten Ballast entfernt. Schwache Items, falsche Seltenheiten oder Ausrüstung weit unter eurer Gegenstandsmacht könnt ihr früh ausblenden. Bei Affixen und Spezialfällen solltet ihr euch dagegen erst herantasten. So merkt ihr schnell, welche Drops euch wirklich stören und welche ihr doch noch prüfen wollt.
Diese Filter-Regeln sind besonders wichtig
Der Beutefilter in Diablo 4 kann deutlich mehr, als nur normale oder magische Items auszublenden. Ihr könnt Beute nach mehreren Kriterien sortieren und euch dadurch sehr genau auf euer aktuelles Ziel einstellen.
Gegenstandsmacht und Seltenheit
Die Gegenstandsmacht ist einer der ersten Werte, die ihr im Filter beachten solltet. Wenn ihr im Endgame von Diablo 4 angekommen seid, bringen euch Items mit viel zu niedriger Gegenstandsmacht meistens nichts mehr. Genau solche Drops könnt ihr ausblenden, damit der Boden nicht unnötig voll wird.
Auch die Seltenheit spielt eine Rolle. Ihr könnt festlegen, ob euch gewöhnliche, magische, seltene, legendäre, einzigartige oder mythische Items angezeigt werden sollen. Für frühe Builds kann seltene Ausrüstung noch interessant sein. Später wollt ihr euch wahrscheinlich stärker auf legendäre Items, Uniques oder bestimmte High-End-Drops konzentrieren.
Ahnengegenstände
Ahnengegenstände gehören in Diablo 4 zu den Drops, auf die ihr im Endgame besonders achten solltet. Sie bringen höhere Werte mit und bilden oft die Grundlage für starke Ausrüstung. Wenn ihr gerade gezielt nach besseren Items für euren Build sucht, könnt ihr den Lootfilter so einstellen, dass euch Ahnengegenstände bevorzugt angezeigt werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn ihr schon eine brauchbare Ausrüstung habt und nur noch echte Upgrades sehen wollt.
Affixe für euren Build
Bei den Affixen wird der Lootfilter in Diablo 4 besonders hilfreich. Hier legt ihr fest, welche Eigenschaften ein Item haben muss, damit es sichtbar bleibt. Dadurch sucht ihr nicht mehr nur nach einer Seltenheit, sondern nach Ausrüstung, die wirklich zu eurer Spielweise passt.
Spielt ihr etwa einen Build, der stark über kritische Treffer läuft, könnt ihr entsprechende Werte stärker berücksichtigen. Wenn ihr eine Klasse spielt, die von bestimmten Fertigkeiten, Ressourcenkosten oder defensiven Werten lebt, baut ihr euren Filter genau darum herum. So wird aus dem Lootfilter kein reiner Aufräumhelfer, sondern ein Werkzeug für eure Build-Suche.
Greater Affixes
Greater Affixes sind in Diablo 4 besonders starke Zusatzwerte auf Items. Genau solche Drops wollt ihr im Endgame nicht übersehen, weil sie schnell den Unterschied machen. Mit dem Lootfilter könnt ihr festlegen, dass Items mit einer bestimmten Anzahl an Greater Affixes sichtbar bleiben. Das hilft besonders in Runs mit vielen Drops. Statt jedes Item einzeln anzulesen, seht ihr direkt, wo sich ein genauer Blick lohnt.
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Kodex der Macht
Auch Upgrades für den Kodex der Macht könnt ihr in Diablo 4 gezielt anzeigen lassen. Das ist eine der praktischeren Einstellungen, weil solche Items schnell untergehen, wenn der Bildschirm voller Beute liegt.
Gerade beim Aufbau eines neuen Builds ist das hilfreich. Ihr erkennt schneller, ob ein Item euren Kodex verbessert, und müsst euch nicht jedes einzelne Legendary im Inventar anschauen. Das spart Zeit und verhindert, dass ihr ein sinnvolles Upgrade versehentlich liegen lasst.
Itemtypen und bestimmte Slots
Manchmal sucht ihr in Diablo 4 gar nicht nach jeder möglichen Verbesserung, sondern nur nach einem bestimmten Slot. Vielleicht fehlt euch eine neue Waffe, ein besserer Helm oder ein Paar Handschuhe mit passenden Werten. In solchen Fällen könnt ihr den Lootfilter enger einstellen und nur die Itemtypen anzeigen lassen, die euch gerade interessieren. Das macht Farm-Runs deutlich angenehmer, weil ihr nicht ständig Ausrüstung prüft, die für euer aktuelles Ziel keine Rolle spielt.
Einzigartige Items und Set-Boni
Wenn ihr in Diablo 4 nach bestimmten einzigartigen Items sucht, könnt ihr den Filter ebenfalls darauf ausrichten. Das ist besonders praktisch, wenn euer Build um ein bestimmtes Unique herum funktioniert und ihr gezielt nach einer besseren Variante farmt.
Mit Lord of Hatred kommen außerdem neue Systeme und Ausrüstungsziele dazu, bei denen bestimmte Boni wichtiger werden. Wenn ihr gezielt an einem Setup arbeitet, solltet ihr solche Sonderfälle im Filter nicht ignorieren. Der Lootfilter hilft euch genau dann am meisten, wenn er zu eurem aktuellen Ziel passt.
So würde ich beim ersten Filter vorgehen
Für den Anfang würde ich den Lootfilter in Diablo 4 nicht zu aggressiv einstellen. Blendet zuerst nur das aus, was euch sicher nicht mehr hilft. Das sind meist Items mit viel zu niedriger Gegenstandsmacht, uninteressante Seltenheiten oder Ausrüstung für Slots, die ihr gerade gar nicht sucht.
Danach könnt ihr Schritt für Schritt feiner werden. Wenn ihr merkt, dass ihr bestimmte Affixe ständig wegwerft, nehmt sie aus dem Filter raus. Wenn ihr dagegen immer wieder nach denselben Werten sucht, baut genau diese Werte stärker ein. Es fühlt sich fast ein bisschen an, wie Ausmisten daheim. Habt ihr den Gegenstand länger als 30 Tage nicht genutzt, kommt er weg.
So wächst euer Filter mit eurem Build mit. Das ist angenehmer, als direkt ein kompliziertes Regelwerk zu bauen und später nicht mehr zu wissen, warum bestimmte Items überhaupt verschwinden.
- Wichtig: Auch wenn der Lootfilter in Diablo 4 extrem hilfreich ist, kann ein zu strenger Filter dafür sorgen, dass ihr interessante Items gar nicht mehr seht. Gerade bei neuen Builds oder Klassen übersieht man sonst schnell Werte, die sich später doch als stark herausstellen. Schaut eure Filter deshalb regelmäßig durch und passt sie an, sonst nehmt ihr euch selbst mögliche Upgrades weg.
Meine Meinung: Dieses Feature hat Diablo 4 gebraucht
Ich liebe den Lootfilter in Diablo 4 jetzt schon. Endlich verbringe ich nicht mehr nach jedem Run Minuten damit, Items zu vergleichen, wegzusortieren und mein Inventar aufzuräumen. Genau das hat mich früher oft aus dem Flow gerissen, besonders wenn eigentlich gerade alles gut lief.
So ein System hätte ich mir auch in Spielen wie Borderlands 4 schon lange gewünscht. Statt ständig Loot liegen zu lassen oder ihn genervt einzusammeln und später auszusortieren, entscheidet ihr hier direkt, was überhaupt sichtbar ist. Das macht Farming deutlich angenehmer und fühlt sich endlich so an, wie es sein sollte. Beachtet jedoch, dass ihr für den Horadrimwürfel den ein oder anderen Gegenstand sicher weiterhin gut gebrauchen könnt. Macht euch also vorher genau Gedanken, was ihr sucht und auf was ihr verzichten könnt.
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