Mit Diablo 4 „Lord of Hatred“ kommt auch der Horadrimwürfel zurück. Wir sagen euch, wo ihr ihn finden könnt.
Mit Lord of Hatred holt sich Diablo 4 den Horadrimwürfel (engl. Horadric Cube) zurück. Wer schon zu Diablo-2-Zeiten Items kombiniert oder Runenwörter gebaut hat, weiß ungefähr, wohin die Reise geht. Nur dass der Würfel diesmal deutlich mehr ist als Nostalgie. Der Würfel fühlt sich für mich wie genau das Feature an, das im Endgame bisher gefehlt hat. Statt nur zu hoffen, dass irgendwann der richtige Drop fällt, könnt ihr jetzt aktiv eingreifen.
Was der Horadrimwürfel in Diablo 4 wirklich bringt
Im Kern geht es darum, aus vorhandenen Items etwas Neues zu machen. Ihr werft mehrere Zutaten in den Würfel, wählt ein Rezept und bekommt im besten Fall genau das Teil, das euch bisher gefehlt hat. Im Gegensatz zu früher, habt ihr nun aber deutlich mehr Kontrolle und könnt beeinflussen, was ihr am Ende für einen Loot erhaltet.
Ihr könnt nicht nur Items kombinieren, sondern direkt an eurem Gear arbeiten:
- Affixe hinzufügen oder austauschen
- Eigenschaften neu würfeln
- Items komplett umwandeln
- Runen und Materialien herstellen
Gerade im Endgame merkt ihr schnell, wie stark das ist. Ihr seid nicht mehr komplett vom Zufall abhängig, sondern könnt gezielt auf euren Build hinarbeiten. Praktisch gelöst ist auch das Interface. Sobald ihr ein Item reinlegt, zeigt euch das Spiel direkt, welche Rezepte überhaupt möglich sind. Ihr müsst also nicht erst ewig überlegen oder externe Listen checken.
So schaltet ihr den Horadrimwürfel frei
Den Würfel bekommt ihr nicht direkt am Anfang der Erweiterung. Er gehört zur Kampagne von „Lord of Hatred“ und wird erst gegen Ende freigeschaltet. Danach steht er euch in Temis zur Verfügung, der neuen Stadt auf Skovos. Habt ihr in dort in der Stadt aktiviert, könnt ihr ihn für alle Klassen nutzen. Besitzt ihr die Erweiterung „Lord of Hatred“ nicht, könnt ihr den Horadrimwürfel leider nicht nutzen.
Die wichtigsten Rezepte im Überblick
Der Würfel kann viel, aber ein paar Rezepte werdet ihr deutlich häufiger verwenden als andere. Hier sind einige meiner meist verwendeten Rezepte:
Items neu würfeln oder verbessern
- Drei gleiche Items reinlegen und ihr bekommt ein neues Exemplar desselben Typs
- Perfekt, um schwache Rolls loszuwerden und auf etwas Besseres zu hoffen
Uniques gezielt neu rollen
- Drei identische Unique-Items ergeben eine neue Version desselben Gegenstands
- Endlich haben doppelte Drops einen echten Nutzen
Seltenes Item zu legendär machen
- Seltenes Item + Materialien = zufälliges legendäres Item
- Gerade im Übergang ins Endgame extrem hilfreich
- Ihr könnt gezielt Slots aufwerten, die euch noch fehlen
Affixe hinzufügen oder anpassen
- Ihr könnt Items aktiv mit neuen Eigenschaften versehen
- Mit speziellen Materialien lässt sich beeinflussen, in welche Richtung das Ganze geht
- Deutlich weniger Glücksspiel als vorher
Gewöhnliche Items in Uniques verwandeln
- Ein normales Item wird zu einem zufälligen Unique desselben Typs
- Teuer, aber eine der wenigen Möglichkeiten, gezielt an bestimmte Slots zu kommen

Warum der Würfel das Endgame verändert
Vor dem Würfel war vieles in Diablo 4 ziemlich einfach gestrickt und das Spielgefühl hat sich für mich meist im Kreis gedreht. Ihr konntet zwar hier und da anpassen, aber wirklich gezielt etwas bauen ging nicht. Der Würfel gibt euch nun zum ersten Mal die Möglichkeit, euren Build fertigzustellen, statt nur darauf zu warten. Klar, ihr braucht weiterhin Materialien und Drops, sodass ihr nicht ganz ohne Farmen auskommt. Für mich gehört das Farmen jedoch irgendwie zu Diablo 4 dazu und in gewisser Form mache ich es sogar gerne.
Tipps, die euch wirklich weiterbringen
Wenn ihr den Würfel effektiv nutzen wollt, achtet auf ein paar Dinge:
- Sammelt Materialien bewusst: Ohne Urstaub geht hier nichts, und der Verbrauch ist höher, als man denkt
- Werft Uniques nicht mehr sofort weg: Drei gleiche können euch einen deutlich besseren Roll bringen
- Nutzt einfache Rezepte regelmäßig: Gerade das Kombinieren von drei Items ist günstig und überraschend effektiv
- Spart euch Chaos beim Crafting: Überlegt vorher, was ihr wirklich braucht, statt wahllos Items zu verbrennen
- Denkt euren Build zu Ende: Der Würfel funktioniert am besten, wenn ihr wisst, worauf ihr hinarbeitet
Meine persönliche Meinung zum Horadrimwürfel
Für mich ist die Rückkehr des Horadrimwürfels in Diablo 4 mit Lord of Hatred ein ziemlich guter Schritt, auch wenn ich an ein paar Stellen schlucken musste. Ich mochte das alte Gefühl aus Diablo 2, dieses stumpfe Farmen, bis endlich genau das eine Item droppt. Jetzt greift ihr viel aktiver ins Geschehen ein. Ihr baut euch euer Gear Stück für Stück so, wie ihr es braucht, statt nur auf Glück zu hoffen. Und genau das fühlt sich im Endgame einfach besser an.
Früher bin ich stundenlang durch die gleichen Dungeons gelaufen, nur weil ein bestimmtes Rüstungsteil gefehlt hat. Immer wieder derselbe Ablauf und immer wieder hoffen. In Diablo 4 läuft das jetzt anders. Ihr sammelt Materialien, nutzt den Horadrimwürfel und könnt gezielt an euren Items schrauben. Das nimmt dem Ganzen ein Stück Zufall, aber es spart euch auch enorm viel Zeit. Gerade wenn ihr Builds wirklich ausreizen wollt, merkt ihr schnell, wie viel angenehmer sich das anfühlt.
Verdient es sich noch gleich an?
Ganz ehrlich, ein bisschen was geht dabei verloren. Dieser eine Moment, wenn endlich genau das perfekte Item droppt, fühlt sich nicht mehr ganz so besonders an. Gleichzeitig ist es aber auch nicht so, dass euch Diablo 4 alles hinterherwirft. Ohne Materialien geht gar nichts, und die müsst ihr euch genauso erspielen. Ihr farmt also immer noch, nur mit mehr Ziel dahinter. Für mich ist das ein fairer Deal. Es fühlt sich vielleicht minimal weniger „verdient“ an, dafür aber deutlich weniger frustrierend. Und nach den Stunden, die ich vorher ins reine Glück investiert habe, nehme ich das inzwischen gerne mit.









