Anfang September startet mit The Blood of Dawnwalker eines der spannendsten Rollenspiele des Jahres. Hier findet ihr alles, was ihr vorab wissen müsst.
The Blood of Dawnwalker ist das vielleicht ambitionierteste Open-World-Action-RPG des Jahres und dürfte vor allem Fans von Geralt, dem Hexer hellhörig machen. Das Spiel wird nämlich von Rebel Wolves entwickelt, dem Studio, das von Konrad Tomaszkiewicz, dem Game Director von The Witcher 3: Wild Hunt, gegründet wurde. Eine Verbindung zur Hexer-Reihe gibt es zwar nicht, die Erwartungen dürften ob der Vergangenheit Tomaszkiewicz‘ aber dennoch ins astronomische abdriften. Also schauen wir uns gleich mal alles an, was ihr zum Start von Blood of Dawnwalker wissen müsst.
Wann erscheint Blood of Dawnwalker?
Blood of Dawnwalker erscheint am 3. September 2026 für PC (Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X und S. Eine Version für Nintendo Switch oder Switch 2 ist bislang nicht angekündigt. Wichtig: Es gibt keinen Early Access für teurere Editionen. Rebel Wolves schaltet alle Versionen gleichzeitig frei.
Wann startet der Preload von Blood of Dawnwalker?
Noch nicht offiziell bestätigt, aber ersten Gerüchten zufolge soll der Preload der Standard Edition auf der PS5 ab dem 1. September möglich sein. Der eigentliche Release folgt dann am 3. September, die Freischaltung erfolgt demnach um Mitternacht. Ob diese Zeiten auch für PC und Xbox gelten, ist derzeit nicht bekannt. Sobald es offizielle Angaben gibt, werden wir diesen Artikel aktualisieren.
Downloadgröße von Blood of Dawnwalker
Auf der PS5 liegt die Downloadgröße laut den bisher aufgetauchten Store-Daten bei rund 50,5 GB. Für den PC werden 60 GB SSD-Speicherplatz veranschlagt. Beides fällt im Vergleich zu anderen aktuellen Titeln moderat aus. Rechnet aber damit, dass ein Day-One-Patch den Umfang noch etwas erweitern könnte.
Spielzeit von Blood of Dawnwalker
Laut Game Director Konrad Tomaszkiewicz liegen komplette interne Durchläufe des Entwicklerteams derzeit bei rund 55 bis 70 Stunden. Das ist allerdings noch kein belastbarer Durchschnitt für normale Spieler. Wegen der stark verzweigten Struktur dürfte die tatsächliche Dauer erheblich vom gewählten Weg abhängen.
Systemanforderungen für den PC
Die offiziellen Hardware-Anforderungen sind bereits veröffentlicht und fallen überraschend zugänglich aus:
Mindestanforderungen:
- Betriebssystem: Windows 10 (64-Bit)
- Prozessor: Intel Core i5-11400F / AMD Ryzen 7 2700X
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafikkarte: Nvidia GTX 1060 / AMD Radeon RX 580
- Speicherplatz: 60 GB SSD
- DirectX: Version 12
Empfohlene Anforderungen:
- Betriebssystem: Windows 10 (64-Bit)
- Prozessor: Intel Core i7-11700K / AMD Ryzen 7 5700X
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafikkarte: Nvidia RTX 4060 / AMD Radeon RX 7600 XT / Intel Arc B580
- Speicherplatz: 60 GB SSD
- DirectX: Version 12
Wer also einen halbwegs aktuellen Gaming-PC besitzt, sollte Blood of Dawnwalker problemlos zum Laufen bringen. Für empfohlene Settings braucht ihr keine absolute High-End-Hardware, eine RTX 4060 oder vergleichbare AMD-Karte reicht aus.
Blood of Dawnwalker: Handlung und Setting
Das Spiel versetzt euch in eine fiktive Version Europas im 14. Jahrhundert. Kriege und der Schwarze Tod haben die Bevölkerung geschwächt, und Vampire nutzen das Chaos, um aus dem Verborgenen hervorzutreten und offen nach Macht zu greifen.
Schauplatz ist Vale Sangora, eine abgelegene Region in den Karpaten unter der Herrschaft des mächtigen Vampirs Brencis. Ihr übernehmt die Rolle von Coen, einem jungen Mann, der durch besondere Umstände zum sogenannten Dawnwalker wird – weder vollständig Mensch noch vollständig Vampir. Brencis hält Coens Familie gefangen, und Coen bleiben 30 Ingame-Tage, um sie zu befreien.
Einen eigenen Charakter könnt ihr nicht erstellen. Wie Geralt in The Witcher ist Coen eine fest vorgegebene Hauptfigur mit eigener Biografie. Was sich verändert, sind seine Fähigkeiten, seine Ausrüstung und vor allem sein Weg durch die Geschichte – denn eure Entscheidungen formen den Verlauf grundlegend.
Das 30-Tage-System: Zeitdruck ohne Stress
Das 30-Tage-Limit klingt zunächst nach permanentem Zeitdruck, funktioniert aber anders als erwartet. Die Uhr läuft nicht beim freien Erkunden, Kämpfen oder Sammeln. Zeit vergeht nur durch bestimmte Aktivitäten und Entscheidungen, die das Spiel mit einem Sanduhr-Symbol kennzeichnet. Auch der Wechsel zwischen Tag und Nacht kann Zeit voranschreiten lassen.
Läuft die Frist ab, ist das kein automatisches Game Over. Es hat Konsequenzen für die Geschichte, aber das Spiel geht weiter. Rebel Wolves beschreibt das System als begrenztes „Budget“ für Entscheidungen. In einem einzelnen Durchgang könnt ihr deshalb bewusst nicht alle Quests erledigen – verschiedene Aufgaben konkurrieren um Coens begrenzte Zeit, und manche Ereignisse entwickeln sich ohne euer Zutun weiter. Das Spiel ist damit klar auf mehrere Durchgänge ausgelegt, die jeweils unterschiedliche Geschichten erzeugen sollen.
Tag und Nacht: Zwei Gameplay-Loops in einem Spiel
Der Tag-Nacht-Wechsel ist in Blood of Dawnwalker mehr als Kosmetik. Tagsüber ist Coen menschlich und setzt auf Schwertkampf sowie erlernte Ritualmagie. Nachts treten seine vampirischen Fähigkeiten hervor, die völlig andere Möglichkeiten für Kampf, Wahrnehmung und Fortbewegung bieten – etwa übernatürliche Bewegungsoptionen, mit denen er Dächer und größere Höhen erreichen kann.
Auch NPCs, Questverläufe und Lösungswege können sich je nach Tageszeit unterscheiden. Rebel Wolves betrachtet Tag und Nacht deshalb beinahe als zwei unterschiedliche Gameplay-Loops. Nachts müsst ihr außerdem Coens Blutdurst im Auge behalten. Beim Trinken von einem Menschen entscheidet ihr, ob das Opfer lediglich bewusstlos zurückbleibt oder vollständig ausgesaugt wird.
Alternativ können auch Tiere als Blutquelle dienen. Wer den Blutdurst komplett ignoriert, riskiert allerdings Kontrollverlust: Bei extremem Hunger kann Coen in bestimmten Situationen zum Trinken gezwungen werden.
Kampfsystem und Charakter-Entwicklung
Der Nahkampf basiert auf gerichteten Angriffen, Blocks und Paraden. Aus welcher Richtung Attacken kommen, erkennt Coen automatisch, abwehren müsst ihr sie aber selbst. Auch Gegner sollen effizient verteidigen. Ihr müsst also Öffnungen in ihrer Defensive erkennen, und aus unterschiedlichen Richtungen attackieren. Gehen eure Angriffe durch, erzeugt ihr sogenannte „Activation Charges“, die ihr für aktive Fähigkeiten und Magie einsetzen könnt.
Ein Klassensystem gibt es nicht. Stattdessen verfügt Coen über drei Entwicklungszweige: Hexerei für seine menschliche Seite am Tag, Vampirfähigkeiten für die Nacht und Schwertkampf, der in beiden Formen relevant bleibt. Einige Vampirfähigkeiten können zudem an bestimmte vampirische Blutlinien gebunden sein.
Der Schwierigkeitsgrad ist umfangreich anpassbar. Wer weniger Wert auf ein anspruchsvolles Reaktionssystem legt, kann Hilfen aktivieren. Auf leichteren Einstellungen lassen sich beispielsweise gegnerische Animationen verlangsamen.
Offene Welt, Romanzen und mehrere Enden
Rebel Wolves bezeichnet das Konzept als „Narrative Sandbox“. Die Geschichte soll sich weniger wie eine lineare Abfolge von Haupt- und Nebenquests anfühlen und stärker wie ein Netz aus Ereignissen, das je nach Durchgang eine andere Version von Coens Geschichte erzeugt. Handlungen und unterlassene Handlungen verändern den Verlauf gleichermaßen.
Bemerkenswert: Ihr könnt den Endgegner Brencis theoretisch direkt nach dem Prolog herausfordern. Das soll jedoch extrem schwierig sein – Rebel Wolves spricht von einer „Leistung, die legendär wäre“.
Romanzen sind bestätigt, wobei das Studio bislang nicht verraten hat, welche Charaktere dafür zur Verfügung stehen. Ebenso bestätigt sind mehrere Enden, deren genaue Anzahl aber geheim bleibt. Schnellreise ist über die Weltkarte möglich, ein Reittier gibt es dagegen nicht.
Blood of Dawnwalker bietet eine vollständige deutsche Synchronisation neben Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Polnisch.


















