Der Xbox-Handheld von Asus wird in Australien deutlich teurer. Hintergrund ist laut Branchenberichten die anhaltende RAM- und Speicherkrise. Kommt die Preiserhöhung auch zu uns?
Der Handheld ROG Xbox Ally X kostet in Australien ab sofort 200 Australische Dollar mehr. Der offizielle Verkaufspreis steigt von 1.599 auf 1.799 AUD (etwa 1.079 Euro), wie PC Gamer berichtet. Damit fällt die Erhöhung wesentlich deftiger aus als zuletzt bei Konsolen von Microsoft und Sony, deren Preisanpassungen sich üblicherweise im Bereich von etwa 50 AUD bewegten. Der neue Preis greift bereits bei allen großen Händlern des Landes, sowie Asus selbst.
Das Ally X ist das leistungsstärkere von zwei im vergangenen Jahr veröffentlichten Xbox-Handhelds von Asus. Das einfachere ROG Xbox Ally bleibt in Australien bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 AU-Dollar (etwa 600 Euro). Wie VGC berichtet, wurde der Preis des ROG Xbox Ally X auch in Japan angehoben – ebenfalls umgerechnet um etwa 200 AU-Dollar. Damit deutet sich an, dass die Verteuerung kein rein australisches Phänomen ist, sondern im Zusammenhang mit globalen Liefer- und Produktionskosten stehen könnte.
Speicher- und RAM-Engpässe als Auslöser
Eine Stellungnahme des Herstellers zu den Hintergründen stand zum Zeitpunkt des Berichts noch aus. Die Ursachen dürften jedoch auf der Hand liegen: die anhaltende Knappheit bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher durch den KI-Boom und die dafür nötigen Rechenzentren. Diese Engpässe betreffen nicht nur Asus, sondern weite Teile der Branche.
So leidet in bestimmten Regionen auch das Steam Deck OLED unter eingeschränkter Verfügbarkeit. Nintendo prüft Berichten zufolge bereits die Preisgestaltung der Switch 2 neu. Sony soll eine Verschiebung der PS6 in Erwägung ziehen, während Valve bestätigt hat, dass eigene Hardwareprojekte wie Steam Machine und Steam Frame aufgrund der Situation nach hinten rücken.
Preiserhöhung in Deutschland nur eine Frage der Zeit
Angesichts der angespannten Speicherlage werden die Meldungen über Preiserhöhungen im Hardware-Bereich so schnell nicht weniger werden. Ihr müsst euch darauf einstellen, dass Gaming künftig wieder teurer wird und Hersteller ihre Konsolen und Handhelds nicht mehr bezuschussen, um bestimmte Preismarken halten zu können. Für euch bedeutet das: Wer mit dem Gedanken spielt, zum stärkeren Xbox-Handheld zu greifen, muss damit rechnen, auch hierzulande bald deutlich tiefer in die Tasche greifen zu müssen.








