Werkbänke, Ressourcen und Ausrüstungsstufen: In Hytale ist Crafting der Schlüssel zum Fortschritt. Wir zeigen euch, wie ihr das System richtig nutzt.
In Hytale begleitet euch das Crafting-System von der ersten Minute an und bleibt ein zentrales Element eures Abenteuers in der Welt von Orbis. Ob ihr euch Ausrüstung herstellt, eure Basis ausbaut oder Tränke braut – ohne Handwerk geht nichts. Damit ihr den Überblick behaltet, erklären wir euch Schritt für Schritt, wie Crafting in Hytale funktioniert und welche Werkbänke, Materialien und Tricks ihr kennen solltet.
- Hinweis: Da Hytale aktuell keine deutsche Lokalisierung anbietet, führen wir sämtliche Begriffe aus dem Spiel in Deutsch und Englisch auf.
Einstieg ins Crafting von Hytale: Pocket Crafting und erste Werkzeuge
Noch bevor ihr eure erste Werkbank (Workbench) baut, könnt ihr über das Inventarmenü mit Pocket Crafting loslegen. Mit der Tabulatortaste öffnet ihr das Interface und seht sofort, welche Rezepte (Recipes) euch zur Verfügung stehen. Hier stellt ihr grundlegende Werkzeuge (Tools) her – etwa die Grobe Spitzhacke (Crude Pickaxe), Grobe Axt (Crude Hatchet) oder das Grobe Schwert (Crude Sword). Diese benötigen einfache Materialien wie Geröll (Rubble), Pflanzenfasern (Plant Fiber) und Stöcke (Sticks), die ihr überall in der Welt findet.
Diese Startwerkzeuge solltet ihr unbedingt direkt herstellen, da sie das Sammeln von Holz (Tree Trunks), Stein (Stone) und Erzen (Ore) stark beschleunigen. Ohne sie dauert das Abbauen so lange, dass ihr kaum vorankommt. Auch ein Rohes Bett (Crude Bedroll) aus Pflanzenfasern (Plant Fiber) und leichten Fellen (Light Hide) ist früh wichtig, um einen sicheren Spawnpunkt zu setzen.
- Euch ist das Abbauen von Ressourcen zu mühsam? Dann schaut in unseren Cheat-Guide zu Hytale.
Neben Werkzeugen könnt ihr mit Pocket Crafting auch einfache Objekte wie Lagerkisten (Wooden Chests), Fackeln (Crude Torches), Lagerfeuer (Campfire) oder sogar die erste Werkbank (Workbench) bauen. Letztere ist der Dreh- und Angelpunkt für alles, was über die Grundausstattung hinausgeht.
Crafting-Stufen: So funktioniert der Fortschritt
Hytale unterteilt seine Ausrüstung in drei Crafting-Stufen (Crafting Tiers). Jede Stufe erfordert nicht nur bessere Materialien, sondern auch ein Upgrade der passenden Werkbank.
- Stufe 1 (Tier One): Kupfer- und Eisen-Gegenstände (Copper und Iron). Benötigt eine einfache Werkbank.
- Stufe 2 (Tier Two): Thorium- und Kobalt-Ausrüstung (Thorium und Cobalt). Erfordert Upgrades mit Kupfer- und Eisenbarren (Copper und Iron Ingots).
- Stufe 3 (Tier Three): Adamantit- und Mithril-Gegenstände (Adamantite und Mithril). Braucht teure Materialien wie Thorium, Gold oder Sturmleder (Storm Leather).
Mit jeder Stufe schaltet ihr neue Rezepte frei – von Waffen über Rüstungen bis hin zu Spezialwerkbänken.
Wichtig: Ihr müsst nicht nur die Werkbank aufwerten, sondern auch die Materialien für die Endprodukte sammeln. Wer also zu früh alles in Upgrades steckt, steht später ohne Ressourcen für Ausrüstung da.
Die wichtigsten Werkbänke im Überblick
Allgemeine Werkbank (Workbench)
Sie ist die Basis für alle weiteren Werkbänke. Hier craftet ihr Werkzeuge (tools), einfache Ausrüstung und Spezialwerkbänke. Upgrades auf Stufe 2 und 3 erfordern große Mengen an Kupfer (Copper), Eisen (Iron), Thorium und anderen Metallen.
Schmelzofen (Furnace)
Unerlässlich zur Weiterverarbeitung von Erzen (Ores) zu Barren (Ingots). Ohne den Ofen (Furnace) bleibt euer Erz nutzlos. Als Brennstoff dienen Holz (Wood), Kohle (Charcoal) oder Stöcke (Sticks).

Schmiedeamboss (Blacksmith’s Anvil)
Hier entstehen alle Waffen: Schwerter (Swords), Äxte (Battle Axes), Keulen (Maces), Dolche (Daggers), Bögen (Shortbows) und Armbrüste (Crossbows). Auch er lässt sich auf drei Stufen upgraden. Je höher die Stufe, desto bessere Waffen könnt ihr herstellen.
Rüstungswerkbank (Armorer’s Workbench)
Für Helme (Helmets), Brustpanzer (Cuirasses), Handschuhe (Gauntlets) und Beinschienen (Greaves). Jede Rüstung benötigt passende Materialien wie Leder (Leather), Stoffreste (Fabric Scraps) oder spezielle Zutaten wie Essenz des Nichts (Essence of the Void).
Gerbergestell (Tanning Rack) und Webstuhl (Loom)
Wichtige Zwischenstationen: Im Gerbergestell (Tanning Rack) verarbeitet ihr Tierhäute (Animal Hides) zu Leder (Leather), im Webstuhl (Loom) fertigt ihr aus Pflanzenfasern (Plant Fiber) Stoffe wie Leinenreste (Linen Scraps). Diese braucht ihr für viele Rüstungen und Werkbank-Upgrades.
Alchemietisch (Alchemist’s Workbench)
Ab Stufe II könnt ihr hier Tränke (Potions) brauen – etwa Heiltränke (Health Potions), Stärkungstränke (Stamina Potions) oder Verwandlungstränke (Morphing Potions). Für den Bau braucht ihr unter anderem Knochenfragmente (Bone Fragments) und Giftbeutel (Venom Sacs).

Arkanisten-Werkbank (Arcanist’s Workbench)
Freischaltbar mit seltenen Materialien wie Thorium, Leinenresten (Linen Scraps) und Essenz des Nichts (Essence of the Void). Erlaubt euch die Herstellung magischer Ausrüstung und Teleporter (Teleporters) – besonders nützlich zur Welterkundung.
Ressourcen in Hytale: Wo ihr was findet
Jede Crafting-Stufe verlangt bestimmte Materialien. Diese findet ihr nicht überall, sondern in spezifischen Biomen oder Tiefen:
- Kupfer (Copper Ore): In flachen Höhlen nahe dem Startgebiet.
- Eisen (Iron Ore): Tiefer im Boden, oft in größeren Höhlen.
- Thorium (Thorium Ore): Sehr tief oder in gefährlichen Dungeon-Abschnitten.
- Kobalt (Cobalt Ore): In verschneiten Biomen, häufig auf Bergen.
- Adamantit (Adamantite Ore): Auf abgelegenen Inseln oder in Wüstenlandschaften.
- Mithril (Mithril Ore): Nur in hochstufigen Gebieten mit starker Gegnerpräsenz.
Zusätzlich braucht ihr:
- Leder (Leather): Durch das Gerben von Tierhäuten. Leichte, mittlere und schwere Lederarten stammen von unterschiedlich starken Tieren.
- Stoffe (Fabrics): Über den Webstuhl (Loom) aus Pflanzenfasern (Plant Fiber) hergestellt.
- Essenz des Nichts (Essence of the Void): Von speziellen Gegnern mit grünen leuchtenden Augen – meist in Dungeons oder bei Bosskämpfen.
- Tipp: Jeder Dungeon und jede Ruine kann Kisten mit seltenen Materialien enthalten. Das Durchsuchen lohnt sich.
Waffen und Rüstung: So funktioniert die Ausrüstungsherstellung
Waffen und Rüstungen werden an jeweils eigenen Werkbänken hergestellt. Dabei gelten klare Regeln:
- Waffen wie Schwerter (Swords), Äxte (Battle Axes) oder Bögen (Shortbows) benötigen Barren (Ingots), Leder (Leather) und Stoffe (Fabrics).
- Rüstungen (Armor) bestehen aus vier Teilen: Helm (Helmet), Brust (Cuirass), Handschuhe (Gauntlets) und Hose (Greaves). Es gibt keinen eigenen Slot für Schuhe.
- Schilde (Shields) lassen sich zusätzlich herstellen, blockieren aber die Nutzung von Fackeln (Torches) oder Werkzeugen in der zweiten Hand.
Jede Ausrüstung erfordert Materialien entsprechend ihrer Stufe. Ein Mithril-Schwert (Mithril Sword) braucht zum Beispiel Mithrilbarren (Mithril Ingots), Sturmleder (Storm Leather) und eine seltene Komponente wie das Voidheart. Plant eure Materialnutzung also sorgfältig, da Werkbank-Upgrades und Ausrüstungsherstellung oft dieselben Rohstoffe benötigen.

Fortgeschrittene Tipps: So holt ihr mehr aus dem Crafting-System heraus
Altes Equipment nicht wegwerfen
Mit der Recycling-Werkbank (Salvager’s Workbench) könnt ihr alte Ausrüstung in ihre Bestandteile zerlegen. Ein Eisenpanzer (Iron Cuirass) bringt euch zum Beispiel genügend Eisenbarren (Iron Ingots) für ein neues Werkzeug.
Werkbänke gezielt upgraden
Nicht jede Werkbank muss auf Stufe III sein. Wer sich auf Kampf konzentriert, sollte zuerst Schmiede (Blacksmith’s Anvil) und Rüstungswerkbank (Armorer’s Workbench) aufwerten. Wer lieber baut, setzt auf Bauwerkbank (Builder’s Workbench) und Möbelwerkbank (Furniture Workbench). So spart ihr Ressourcen.
Teleporter früh freischalten
Mit der Arkanisten-Werkbank (Arcanist’s Workbench) könnt ihr Teleportationsgeräte (Teleporters) bauen. Diese lassen euch schnell zwischen Biomen reisen. Die Investition lohnt sich, auch wenn die Materialien dafür selten sind.
Tränke und Bomben nutzen
Mit dem Alchemietisch (Alchemist’s Workbench) stellt ihr nicht nur Heiltränke (Health Potions) her, sondern auch Verwandlungstränke (Morphing Potions) und Beerenbomben (Popberry Bombs). Letztere eignen sich besonders gut, um Dungeons zu säubern oder gegen Gruppen von Gegnern eingesetzt zu werden.
Pflanzen anbauen
Mit der Bauern-Werkbank (Farmer’s Workbench) und Gießkanne (Watering Can) startet ihr eure eigene Farm. So habt ihr immer Zugriff auf Zutaten für Tränke, Stoffe oder Nahrung. Einige Saaten (Seeds) sind „ewig“ und wachsen nach der Ernte automatisch nach.
Häufige Fehler beim Crafting in Hytale – und wie ihr sie vermeidet
Einer der häufigsten Fehler ist es, zu viele Werkbänke zu früh zu bauen – spart eure Ressourcen, denn eine Werkbank reicht für den Anfang völlig aus. Ebenso problematisch ist es, Werkzeuge zu spät herzustellen: Ohne grobe Werkzeuge (Crude Tools) kommt ihr kaum voran.
Achtet außerdem darauf, seltene Materialien nicht zu verschwenden, und nutzt stattdessen Recycling (Salvaging), bevor ihr neue Barren (Ingots) herstellt. Viele Spieler upgraden ihre Werkbänke zudem wahllos – plant eure Prioritäten lieber gezielt je nach Spielstil.
Ein weiterer Fehler, den ihr unbedingt vermeiden solltet: die Essenz des Nichts (Essence of the Void) zu ignorieren. Ihr braucht sie für die besten Ausrüstungen, also sammelt sie so früh wie möglich!
Tipp für schnelle Fortschritte
Sobald ihr die Salvager-Werkbank (Salvager’s Workbench) gebaut habt, beginnt mit dem Zerlegen gefundener Ausrüstung. Dungeon-Loot wird dadurch zur wertvollen Materialquelle – besonders bei knappen Ressourcen wie Eisen (Iron), Leder (Leather) oder Stoffen (Fabrics). Wer so spielt, kommt schneller an bessere Ausrüstung, ohne ständig neue Rohstoffe farmen zu müssen.








